Cham 03.05.2010, 17:56 Uhr

4- für Further Altenheim

Noten für fünf Seniorenheime im Landkreis stehen im Internet. Eine 4,3 für das BRK-Heim Furth sorgt für Gesprächsstoff.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt!“ – Das soll für die Prüfer der Schlüssel für die Bewertung von Altenheimen sein. Foto: Archiv

„Der Mensch steht im Mittelpunkt!“ – Das soll für die Prüfer der Schlüssel für die Bewertung von Altenheimen sein. Foto: Archiv

Von Ernst Fischer

Landkreis. 4,3! Das ist gerade noch „ausreichend“. Diese Note hat Wellen geschlagen hinter den Kulissen der Pflegeheimlandschaft im Landkreis Cham. Das nagelneue Wohn- und Pflegezentrum des BRK, das in Furth im Wald im ehemaligen Krankenhaus entstanden ist, wurde damit abgestraft.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MdK) hat diese Note 4,3 vergeben. Und zwar in einem Test, dem bis zum Jahr 2011 alle 10400 Senioren-Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland unterzogen werden sollen. Der Gesetzgeber will es so: Seit Juli 2009 gibt es Noten für die Altenheime, die auch im Internet veröffentlicht werden. Ziel: Senioren oder ihre Angehörigen sollen sich selbst ein Bild machen können, wenn sie eine Bleibe fürs Alter suchen.

Fünf Landkreis-Heime im Test

Im Landkreis Cham hat der MdK bisher neben dem Further BRK-Pflegezentrum noch vier weitere Altenheime unter die Lupe genommen: Das ProCurand Pflegestift St. Ulrich in Lam in Cham hat mit der Durchschnittsnote 2,0 (gut) am besten abgeschnitten, dicht gefolgt vom ProCurand Pflegestift Pfarrer Lukas in Cham (Note: 2,3). Etwa auf dem gleichen Level liegen dahinter die BRK-Senioren- und Pflegeheime in Waldmünchen (Note 2,4, „gut“) und in Zandt (2,6, „befriedigend“). Der Bayernschnitt: 2,3.

Und was sagt die Note 4,3 für das Further BRK-Heim? – Der zuständige BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner spricht von einem „einmaligen Ausreißer“: „Die guten Noten in unseren Heimen in Waldmünchen und Zandt zeigen ja, dass wir es können“, sagt er auf unsere Nachfrage.

In Furth im Wald seien die Prüfer vom MdK zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gekommen: und zwar ausgerechnet in den Wochen nach dem Umzug vom Vinzenzheim der Caritas ins neue Pflegezentrum unter BRK-Trägerschaft im ehemaligen Krankenhaus. „65 Neuaufnahmen, ein völlig neues Gebäude und viele neue Mitarbeiter“ – so beschreibt Aschenbrenner die „Prüfungs“-Situation vom April 2009. Da sei einfach „manches noch nicht rund gelaufen“.

 

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