Cham 23.10.2011, 17:56 Uhr

Flugzeug stürzte bei Roding in den Wald

Ein Motorschaden zwang den Piloten eines Tragschraubers zur Bruchlandung über einer abschüssige Wiese in einen Wald.

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        Das Bugrad riss ab und Teile des Rotors lagen im Wald verstreut.

Das Bugrad riss ab und Teile des Rotors lagen im Wald verstreut.

Von Peter Nicklas

Roding/Wald. Riesiges Glück im Unglück hatte ein 49-jähriger Mann aus Lappersdorf im Landkreis Regensburg. Er war am Samstag mit seinem Leichtflugzeug in den Mittagsstunden gestartet. Es war gegen 17.30 Uhr, als er zwischen Hirschenbühl, Roßbach und Wald bei einer Sicherheitsaußenlandung festen Boden unter seinen Rädern suchte.

Wegen „irgend etwas am Motor“, wie er es ausdrückte, hatte er seinen Flug abgebrochen und sich eine abschüssige Wiese zum Landen ausgesucht. Anscheinend war jedoch diese etwas „zu abschüssig“, jedenfalls brachte er seinen fliegenden Untersatz, in der Fachsprache Gyrokopter genannt, nicht mehr rechtzeitig vor dem Waldrand zum Stehen. Der rund 50000 Euro teure Flieger krachte in den Wald und kam zwischen mehreren Bäumen und Sträuchern zum Stehen.

Dabei erlitt der Mann anscheinend nur leichtere Verletzungen und Prellungen, er ließ seinen nicht mehr flugfähigen Besitz an Ort und Stelle und begab sich in ärztliche Behandlung, unter anderem musste seine Lippe genäht werden.

Am Sonntag meldeten Passanten das Flugzeug, dessen Kanzel orange aus dem Wald leuchtete, und verständigten umgehend die Polizeiinspektion Roding. Diese nahm die Ermittlungen auf und begab sich an Ort und Stelle. Auch die Feuerwehr Wald wurde verständigt und fuhr an den Absturzort, um eventuell auslaufende Schadstoffe binden zu können. Die Feuerwehrler packten mit an, um den Flieger aus dem Gebüsch und auf die freie Fläche zu ziehen, von dort aus wurde er vom Besitzer und einem Helfer später abtransportiert.

 

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