Fälscher im Zug nach Cham verhaftet
Ein 45-jähriger Syrer wollte von Tschechien nach Nürnberg fahren. Er wurde seit November mit Haftbefehl gesucht.
Furth im Wald.
Einen mit Haftbefehl gesuchten 45-jährigen Syrer hat die Bundespolizei am Freitag im Zug zwischen Furth im Wald und Cham vorläufig festgenommen. Da der Mann unerlaubt eingereist war, schoben ihn die Bundespolizisten in die Tschechische Republik zurück – aber erst, nachdem er eine Geldstrafe bezahlt hatte.
Der Syrer war zusammen mit einem 46-jährigen Landsmann, der als Dolmetscher fungieren sollte, von Aleppo (Syrien) über Istanbul nach Prag geflogen. Von dort wollten die zwei mit der Bahn über Furth im Wald nach Nürnberg fahren, um dort angeblich ein Auto zu kaufen. Bei einer Kontrolle im Zug stellten die Bundespolizisten fest, dass die Staatsanwaltschaft München II seit November 2011 mit Haftbefehl nach dem 45-Jährigen suchte. Der Mann war wegen Urkundenfälschung verurteilt worden – es stand noch eine Strafe von 3160 Euro zu Buche, ersatzweise 77 Tage Gefängnis.
Da der Syrer die Geldstrafe begleichen konnte, musste er nicht hinter Gitter. Da er ohne erforderliches Visum über die Grenze gekommen war, bekam er aber eine Strafanzeige, diesmal wegen unerlaubter Einreise. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft musste er zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 200 Euro hinterlegen. Anschließend schoben die Bundespolizisten den Mann in die Tschechische Republik zurück.
Der mitreisende 46-jährige Landsmann, der sich ordnungsgemäß auswies und auch über ein Schengenvisum verfügte, konnte weiterreisen. Allerdings musste auch er eine Kaution leisten. Er musste 500 Euro bezahlen, da die Staatsanwaltschaft den Verdacht der Beihilfe zur unerlaubten Einreise sah.

