Cham 25.04.2012, 16:25 Uhr

Rauschgiftschmuggel bestimmt den Alltag

Schleierfahnder stellten über sieben Kilo Marihuana, über 500 Gramm Amphetamin und andere Drogen sicher.


        Mehr als sieben Kilogramm Marihuana wurden vergangenes Jahr sichergestellt.

Mehr als sieben Kilogramm Marihuana wurden vergangenes Jahr sichergestellt.

furth im wald. Der Schmuggel von illegalen Drogen aus Tschechien hat 2011 deutlich zugenommen. Das geht aus dem Jahresbericht der Further Schleierfahnder hervor. Andere Deliktsbereiche, wie die Kfz-Verschiebung, die illegale Einreise oder die Fälschung von Dokumenten seien dagegen nur leicht angestiegen. Das Hauptaugenmerk der Further Schleierfahnder liege im Bereich der Drogenkriminalität. „Die Schmuggler machen es den Fahndern nicht immer leicht, ihre Methoden werden immer raffinierter und einfallsreicher“, berichtet Konrad Freimuth, der Leiter der Fahndungsgruppe.

Im vierten Jahr nach Wegfall der Grenzkontrollen hat laut Jahresbericht die Zahl der festgestellten Delikte (Vorjahreszahl in Klammer) bei der Schleierfahndung ihren bisherigen Höchststand erreicht. 1209 Delikte (762) lassen die Fahnder an die Grenze ihrer Belastbarkeit kommen. Hauptverantwortlich für die massive Steigerung seien die Drogenaufgriffe, deren Abarbeitung oft sehr zeitaufwendig sei.

Crystal im Sandwich

Die Schmuggler verhalten sich dabei nach den Worten von Konrad Freimuth immer raffinierter. Verstecke in speziell dafür angefertigten Schrauben oder Cola-Dosen mit Einsätzen, seien den Fahndern bekannt.

Dass die Konsumenten das Rauschgift in natürlichen Körperöffnungen verstecken, sei schon fast normal. Dem Einfallsreichtum hinsichtlich der Verstecke seien keine Grenze gesetzt. „Crystal zwischen zwei Sandwichhälften war zum Beispiel so ein Versteck!“ Weiterhin würden die Schmuggler versuchen, in den Fahrzeugen die Ware immer professioneller zu verbauen. Deshalb kommen immer öfter Drogenspürhunde zum Einsatz.

486 (238) Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz stellen eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr dar. Dazu kommen noch 210 (125) festgestellte Fahrten unter Drogeneinfluss und elf (9) Fahrten unter Alkoholeinwirkung.


 

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