Cham 20.05.2012, 14:53 Uhr

Hahnenkampf der lautstarken Art

Beim Wettkrähen bewies mancher Gockel Sportsgeist. Andere dagegen waren stur wie ein Esel und hüllten sich in Schweigen.

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        Urkunden gab es für die besten Gockel des Wettkrähens

Urkunden gab es für die besten Gockel des Wettkrähens

Waldmünchen. Vor allem in Ulrichsgrün ging die Sonne pünktlich auf. Sie hatte an diesem Tag aber auch nicht die geringste Chance, sich zu verspäten oder gar ganz auszubleiben. Auf dem Hof der Familie Vogl nämlich fand das alljährliche Hahnenwettkrähen des Rassegeflügelzuchtvereins Furth im Wald statt. Gleich 21 Hähne verschiedener Couleur und Größe schickten sich an, mit ohrenbetäubendem „Kikeriki“ den Tag zu begrüßen.

Die Gewohnheiten des Hahns

Meist kräht der Hahn morgens bei einsetzendem Sonnenaufgang, dann am Mittag und erneut gegen Abend. Es gibt Hähne, die krähen ununterbrochen von morgens bis abends und gehen damit so manchem schlafbedürftigem Mitbürger auf den Wecker. Kommt es jedoch wirklich mal drauf an, dann machen sie den Schnabel nicht auf und sind sprichwörtlich stur wie ein Esel.

So war es auch beim Wettkrähen in Ulrichsgrün. Während die meisten Hähne eifrig ihre Pflicht erfüllten, zogen zwei es vor, sich lieber zu sonnen und den Tag zu genießen. Brachte der Gockel von Gerhard Stauber zumindest zwei müde Krächzerer hervor, dagegen hielt es der Giggerl von Karl Kellner mehr mit den Mönchen vom Kartäuserorden: Er hüllte sich in Schweigen.

Und wenn die Stimme nachlässt?

Diese vornehme Zurückhaltung brachte deren Besitzern immerhin einen Trostpreis ein, sie verschoben damit auch die Antwort auf die Frage: Was wird aus einem Hahn, wenn im Alter die Stimme (oder sonst was) nachlässt? Fleißige Kikerikiher durften sich dagegen nach getaner Arbeit so richtig in den Armen der beiden Mädchen Katharina und Tamara kuscheln und wurden damit für ihren Fleiß belohnt.

Belohnt wurden auch die Züchter der besten Schreihälse. Sie erhielten Siegerurkunden aus der Hand von Karl Büchler. Zudem wurde Regina Vogl vom Verband Bayerischer Rassegeflügelzüchter für ihre langjährige Treue zum Verein mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

Zum Schluss der tierischen Veranstaltung wies Karl Büchler darauf hin, dass im nächsten Jahr am Vatertag das Wettkrähen in Schafberg bei der Eselsafarifarm der Familie Ertl-Meißner stattfindet.

Ergebnisse

Bei den schweren Hähnen siegte mit 48 Krähern in einer Stunde der Hahn von Hausherr Willi Vogl.

Platz zwei belegte der Gockel von Christina Ertl-Meißner, der es auf 24 Kikerikis brachte.

Bei den „Kleinen“ dominierte das Federvieh von Victoria Brandl, deren größter Schreihals 86 Mal seine Stimme erschallen ließ.

Der Giggerl von Karl-Heinz Weber kam mit 70 Rufen auf Platz zwei.


 

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