Cham 20.07.2012, 17:08 Uhr

Kaffee und Kuchen zum Sextalk

Eine Autorin aus Neukirchen b. Hl. Blut schreibt über ihre Erfahrungen mit schlechtem Sex – und rät Frauen und Männern, was man dagegen machen kann.

Kornelia Baschek-Steffel hat ein Buch über ein heikles Thema verfasst und spricht aus Erfahrung. Foto: ma

Kornelia Baschek-Steffel hat ein Buch über ein heikles Thema verfasst und spricht aus Erfahrung. Foto: ma

Von Martin Anton, MZ

Neukirchen b. Hl. Blut. Sie wollte mal etwas anderes machen. Etliche Bücher hat Kornelia Theresia Baschek-Steffel schon geschrieben, über Magie, Engel und Hexen – esoterische Bücher. Nach mehreren Jahren Pause geht es in ihrem neuesten Werk um etwas, das für den einen oder anderen auch mit Zauberkraft zu tun hat: den weiblichen Orgasmus.

Die 47-Jährige beschreibt im 100 Seiten starken Büchlein „Lug, Betrug und schlechter Sex“ ihre Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Dass die nicht immer gut waren, verrät schon der Titel. „Es gibt nur wenige Männer, die die Bedürfnisse der Frau berücksichtigen“, erzählt Baschek-Steffel, während sie Kaffee und Kuchen bringt. Nach Gesprächen mit ihrer Tochter, Freundinnen, Ärzten und Recherchen im Internet kommt sie sogar auf eine Prozentzahl: 80 Prozent der Männer, so das vernichtende Urteil, haben keine Ahnung von dem, was sie im Bett machen, beziehungsweise „finden den Lichtschalter“ nicht, wie die Autorin etwas verklausuliert schreibt, obwohl sie sonst sicherlich nicht darum verlegen ist, die Dinge beim Namen zu nennen.

Nicht jeder findet den Lichtschalter

„Der Ausdruck kommt von meiner Tochter“, sagt Baschek-Steffel. Die wollte ihrem Mann das mit dem Orgasmus erklären, worauf dieser entrüstet von sich gab: „Ich werde den Lichtschalter schon noch finden.“ Ja, sie und ihre Tochter erzählen sich alles. „Sie ist meine beste Freundin..“ Überhaupt ist ihr ihre Familie das Wichtigste, und „in Frieden zu leben“. Denn nicht immer wohnte die 47-Jährige so idyllisch wie jetzt auf einem alten Hof inmitten von Hunden, Hühnern und schönster Landschaft am Ortsrand von Neukirchen.

Aufgewachsen in Freising, zog sie in den 1980ern mit ihrem damaligen Mann nach Norddeutschland und blieb dort die nächsten Jahre. Erst nach der Scheidung kam sie mit ihrem Sohn zurück nach Bayern, genauer gesagt nach Waldmünchen. „Das war das Schönste überhaupt“, sagt sie rückblickend. Allerdings war es auch gewöhnungsbedürftig, sowohl für ihre Familie als auch für die Stadt.

 

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