Silvesterraketen auf Abwegen verursachen zwei Brände
Lichterloh brannten in Bad Abbach mehrere Schuppen.
Eine vergleichsweise ruhige Neujahrsnacht haben Polizei und Rettungskräfte hinter sich. Für die Feuerwehren von Bad Abbach und Rohr begann 2009 allerdings gleich arbeitsreich: Die einen mussten brennende Schuppen löschen, die anderen eine in Flammen geratene Hecke. Beides Mal waren fehlgeleitete Silvesterraketen der Auslöser, so die Polizei. Die Rot-Kreuz-Bereitschaften mussten nach eigenen Angaben insgesamt 21 Mal ausrücken zu silvesterbedingten und sonstigen Notfällen.
In Bad Abbach löste ein in Brand geratener Schuppen-Komplex in der Ziegelfeldstraße kurz nach Mitternacht einen Großeinsatz der Feuerwehr aus: Kommandant Max Kefer rückte mit gut 30 Mann zur Brandstelle aus, die nur wenige Meter von gemeindeeigenen Mietshäusern lag. Nach Polizeiangaben hatte ein 19-Jähriger Bad Abbacher etwa drei Meter von den Holzschuppen entfernt Raketen gezündet. Eine davon detonierte in relativ geringer Höhe über den Schuppen. Brennendes Material segelte herab – nach etwa einer Viertelstunde bemerkte der junge Mann, dass ein Schuppen Feuer gefangen hatte. Er versuchte noch, die Flammen zu löschen, die aber statt dessen schnell um sich griffen. Deshalb alarmierte er die Feuerwehr, die einige Arbeit hatte, das hell lodernde Feuer zu bändigen: In den Schuppen brannten unter anderem Autoreifen und ein Roller. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt; die Polizei geht derzeit von rund 10000 Euro aus.
Einen folgenreichen Treffer haben fünf Jugendliche in Rohr gelandet: Die Burschen im Alter von 15 bis 19 Jahren schossen im Jakob-Braunsdorfer-Ring eine Silvester-Rakete in eine Hecke – und die fing sofort Feuer. Zum Glück schaltete ein Passant rasch, organisierte einen Feuerlöscher und hielt damit die Flammen in Schach, bis die Feuerwehr Rohr eintraf. Diese löschte den Brand.
Strafrechtlich verbucht die Kelheimer Polizei, die zusammen mit Unterstützungskräften Dienst tat, die Silvesternacht als überwiegend ruhig.


