Kelheim - Nachrichten 04.01.2010, 11:49 Uhr

Vogelzähltag für alle Bürger startet am 6. Januar

Bergfink ist einer der Vögel, die am 6. Januar gezählt werden können.

Bergfink ist einer der Vögel, die am 6. Januar gezählt werden können.

Moderne Technologie macht es möglich, dass man heute viele Großvögel wie etwa Störche und Gänse mit Satellitensendern ausstatten kann und inzwischen sehr viel über ihre Flugrouten und ihre Überwinterungsgebiete weiß. Erstaunlicherweise weiß man aber über die Wanderungen vieler sehr häufiger Vögel sehr wenig bis gar nichts. So wird immer wieder beobachtet, dass es in bayerischen Städten im Winter deutlich mehr Männchen der Amsel gibt als Weibchen. Wo aber stecken die Weibchen? Welche Vögel bevölkern eigentlich die bayerischen Gärten im Winter? Sind es reisefaule Bayern, die hier geblieben sind oder reiselustige Finnen, Schweden oder Balten?

Auf diese Fragen gibt es noch keine befriedigenden Antworten. Das ist ein Grund, warum der Landesbund für Vogelschutz (LBV) dieses Jahr eine große Vogelzählung, die Stunde der Wintervögel, durchführt und alle Vogelfreunde in Bayern bittet, sich am 6. Januar im Laufe des Tages ein Stündchen Zeit zu nehmen und im Garten, am Vogelhäuschen oder auch im Park Vögel zu zählen. Die Daten helfen dem LBV helfen, fundierte Erkenntnisse über unsere Vögel im Winter zu erhalten.

In den letzten 50 Jahren haben Ornithologen 343 wildlebende Vogelarten in Bayern festgestellt. Fast alle diese Vögel führen im Jahreslauf Wanderungen durch. Die weiteste Reise der bayerischen Brutvögel führt ins südliche Afrika. Störche, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalben, Kuckuck und Pirol verbringen den Winter unter tropischer Sonne. Die meisten Zugvögel begnügen sich mit einem Winteraufenthalt im Mittelmeerraum, wie unsere Hausrotschwänze, Stare, Zilpzalps und Feldlerchen.

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