Kelheim - Nachrichten 29.01.2010, 11:47 Uhr

Ferstl dreht bayerischen Roadmovie

Mit seinem Debütfilm „Transbavaria“ und dem Konzept dafür, dass Konstantin Ferstl in der Hand hält, will sich der Abensberger in der Filmwelt präsentieren. Gedreht soll der Roadmovie größtenteils in Abensberg, auch wenn die Drehorte noch nicht feststehen.

Mit seinem Debütfilm „Transbavaria“ und dem Konzept dafür, dass Konstantin Ferstl in der Hand hält, will sich der Abensberger in der Filmwelt präsentieren. Gedreht soll der Roadmovie größtenteils in Abensberg, auch wenn die Drehorte noch nicht feststehen.

Abensberg. Seit fünf Jahren plant er diesen Film. Und in diesem Sommer wird er Wirklichkeit. Der Abensberger Konstantin Ferstl wird im Juli und August seinen Abschluss- und zugleich Debütfilm in seiner Heimatstadt drehen – größtenteils. Denn der Film spielt „zwischen Donau und Dnejpr“. Es ist ein Roadmovie mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Transbavaria – die Revolution spricht bayerisch“.

Ferstl ist angeschlagen. Die zweimonatige Reise nach Mexiko und Kuba ist seit drei Tagen vorbei, aber seine Bauchschmerzen sind es nicht. Auch der Jet-Lag plagt ihn noch. Außerdem wurde sein Handy gestohlen. Aber wenn das Gespräch auf seinen neuen Film kommt, vergisst der 25-Jährige alle Schmerzen. Und erzählt. Wie komplex die Filmwelt ist, wie viele Rädchen da ineinander greifen müssen, damit die Zuschauer am Ende im Kino (hoffentlich) gut unterhalten werden. Und welche kleine Rolle in dieser riesigen Welt ein Regisseur eigentlich spielt.

Auch seinen letzten Film „Tage wie Jahre“ hat Ferstl in Abensberg gedreht. Damals hat er sehr viel Hilfsbereitschaft und Engagement von den Abensbergern erfahren. „Man kann hier Dinge tun, die sonst nirgendwo möglich sind“, sagt Ferstl, der zurzeit eine Wohnung in Abensberg sucht. Es gebe zwar nicht die Strukturen, wie in größeren Städten – „aber mehr Bereitschaft“, so ist seine Erfahrung. Wo sonst bekomme man schnell 500 Menschen für eine Szene zusammen? Auch die Toleranz der Menschen gegenüber Filmen sei höher als zum Beispiel in München, wo 20 Filme pro Woche gedreht werden. „Bei einem Erfolg im Kino würde mir das Herz aufgehen“, sagt Ferstl, wenn sein Film abseits der üblichen Pfade der Filmwelt – in Abensberg – gedreht werde.

Der richtige Drehort ist nicht unwichtig. Denn: „Transbavaria“ sei seine „Platzierung in der Filmwelt“, sagt Ferstl. Der Film handelt von drei Jugendlichen aus Abensberg, die nach dem Abitur auf eine abenteuerliche Reise nach Moskau aufbrechen. Dafür stielt einer von ihnen das Auto seines Vaters. „In Moskau kommen sie natürlich nie an“, sagt Ferstl. Wie bei allen Roadmovies geht es in dem Film weniger um die Reise in ein anderes Land, als mehr um die Reise in sich selbst. Bald geraten die drei Freunde aneinander und müssen zusehen, wie sie in der Fremde wieder zu sich selbst und zueinander finden.

 

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