Kelheim - Nachrichten 31.01.2010, 17:38 Uhr

Fettnäpfchen im Umgang mit Chinesen umgehen

Wie verhält man sich in China bei provaten und geschäftlichen Anlässen richtig?

Wie verhält man sich in China bei provaten und geschäftlichen Anlässen richtig?

Die Kelheimerin Juan Guo-Prasch, gebürtige Han-Chinesin aus Tjanjin, gewährte beim „Unternehmerfrühstück“ spannende Einblicke in die chinesische Denkweise und Mentalität.

Beispielsweise werden in China Geschäftsleute erst als solche wahrgenommen, wenn sie gleich zu Beginn eines Besprechungstermins ihr Etui mit den eigenen Visitenkarten und das Handy neben ihre Unterlagen auf den Tisch legen, erzählte sie: „Wer keine Visitenkarte hat, ist ein Niemand. Und Kommunikation ist das A und O in China“, erläuterte sie die Herkunft dieses Rituals. Beim Überreichen der Visitenkarte müsse diese mit beiden Händen so gehalten werden, dass das Gegenüber sie lesen kann – „Sie selber wissen ja, wer Sie sind“, fügte Guo-Prasch augenzwinkernd an. Nun gilt: Auf keinen Fall die Visitenkarte in der Hosentasche verschwinden lassen! Das sei ein absoluter Faux-pas und werde als echte Beleidigung aufgefasst.

Eine ganze Reihe potenzieller Fettnäpfchen für westliche Besucher schilderte die Referentin auch rund um Essenseinladungen. Beispielsweise fällt, getreu dem chinesischen Grundsatz „In der Familie sei sparsam, den Gästen gib reichlich“ die Speisenfolge für westliche Begriffe ausgesprochen üppig aus. Wer freilich den Teller trotzdem vollständig leert – wie er’s hier bei Muttern gelernt hat – stellt damit den chinesischen Gastgeber als geizig dar!

 

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