Kelheim - Nachrichten 19.02.2010, 11:44 Uhr

Caritas will das Ausbildungsangebot in ihrer Werkstatt erweitern

Ausbildung ist bei der Caritas ein hohes Gut. Jetzt sollen Stellen im Bereich Metall und Lager sowie im Landschaftsbau angeboten werden.

Ausbildung ist bei der Caritas ein hohes Gut. Jetzt sollen Stellen im Bereich Metall und Lager sowie im Landschaftsbau angeboten werden.

KELHEIM. Die Carida gGmbH des Kreis-Caritasverbandes Kelheim möchte das Angebot der Berufe, die junge Menschen in der Kelheimer Ausbildungswerkstatt erlernen können ausweiten. Wegen der zusätzlichen Ausbildungsbereiche Metall und Lagerverwaltung werde, so Kreis-Geschäftsführer Hubert König überlegt. Außerdem, so Hannes Franke, Leiter der Carida-Jugendprojekte, werde abgeklärt, ob auch der Bereich Landschaftsgartenbau möglich sei. In diesem Jahr legen die ersten Azubis des seit September 2008 bestehenden Ausbildungsbetriebs die Abschlussprüfung ab. Bislang sei das Projekt, so König und Franke, erfolgreich. Die Entwicklung der einzelnen Jugendlichen lasse diesen Schluss zu, so König. Das 2008 gestartete Ausbildungsprojekt sei erst möglich geworden, nachdem das Land Bayern und die EU gemeinsam eine Förderung geschaffen hätten, so Franke. Man bekäme relativ viel Fördermittel. Bei der Ausbildungswerkstatt laufe ein Lehrling nicht so mit, sondern es sei ein hoher Betreuungsbedarf, sowohl fachlich in der Ausbildung als auch im Sozialverhalten, erforderlich. MitProbelmen die jungen Leute mit einem Problem kämen, weil es in der Familie zum Beispiel niemanden gebe, der sich damit befasse, müsste „unsere Anleiter und Betreuer“ dies auffangen. In anderen Betrieben würde es zum Abbruch der Ausbildung führen, „weil sich ein normaler Betrieb den zeitlichen Aufwand nicht leisten kann“. Bei den Azubis der Kelheimer Ausbildungswerkstatt sei der Migrantenanteil hoch.

Es seien auch Lehrlinge dabei, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kämen. Mit sechs Auszubildenen wurde 2008 begonnen, 2009 kamen sieben Azubis hinzu und heuer circa zehn weitere würden es im September 2010 sein. Als Endziel nennt König 18 bis 20 Ausbildungsstellen. Die Arbeitsverwaltung schlage dafür junge Menschen vor oder Ausbildungssuchende würden sich direkt bewerben oder Teilnehmer am Carida-Qualifizierungsprojekt (Jugendwerkstatt/Möbelhof) bemühten sich um Lehrstellen. Um in die Ausbildungswerkstatt aufgenommen zu werden, müssen Bewerber einen Eignungstest bestehen. Sie müssten ein Minimum an Ausbildungsfähigkeit und Motivation haben, so König. Wie Franke berichtet, hätten einige der jungen Leute vor ihrer Aufnahme in das Ausbildungsprojekt über ein Jahr nach einer Lehrstelle gesucht. Bevor die Azubis „bei uns einsteigen“, werde in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule für den Landkreis Kelheim versucht, dass die jungen Menschen einen qualifizierenden Hauptschulabschluss schafften.

 

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