Strongman-Cup: Willi Kliesch holt die starken Männer nach Riedenburg
Willi Kliesch
Riedenburg. Auf den ersten Blick muten die Hobbys von Willi Kliesch seltsam an: 450 Kilo schwere Reifen durch die Gegend zuwuchten und Autos in Fred-Feuerstein-Manier anzutreiben gehören nicht gerade zum Zeitvertreib eines Durchschnittsbürgers. Das „Non plus Ultra“ ist für Kliesch aber das Atlastragen: 100 bis 200 Kilogramm schwere Steine werden dafür auf ein Podest gehievt. Wer das im Wettkampf am schnellsten schafft, gewinnt. Kliesch ist ein „Strongman“, also Anhänger einer Sportart, die sich laut ihrem deutschen Verband als Nachfahren der antiken Gladiatorenkämpfe sehen.
Solche Wettkämpfe hat Kliesch schon mehrmals nach Riedenburg geholt – am 1. Mai soll nun auf dem Volksfestplatz der dritte Strongman -Cup ausgetragen werden. Natürlich will auch Kliesch ganz vorne mitmischen. Drei Tage pro Woche verbringt er dafür allein im Fitnessstudio. „Mein Plan sieht eine Mischung aus Disziplinen- und Konditionstraining vor“, sagt Kliesch. Trainieren allein reicht für den Erfolg aber nicht aus. Um den Muskelaufbau anzukurbeln muss die Ernährung stimmen. „Viele Kohlehydrate, viel Protein“, gibt Kliesch die Faustformel an. Diesen Plan müsse man diszipliniert einhalten. „Nur an Weihnachten habe ich über die Strenge geschlagen“, erzählt Kliesch lachend.
Genauso wichtig wie das richtige Training sei es aber auch auf die Signale des eigenen Körpers zu hören. Die Punkte „viel Schlaf und ein leichteres Training nach einem Wettkampf“ sollte jeder Athlet für seine Gesundheit berücksichtigten.
Bei einem Wettkampf vor heimischem Publikum anzutreten, sei für einen Athleten etwas besonderes: „Das motiviert natürlich nochmal zusätzlich.“ Schließlich sei es gerade das, was den Strongman für seinen Sport begeistert: „Die Möglichkeit, sich kontinuierlich zu verbessern und zu von Jahr zu Jahr Fortschritte in der eigenen Leistung zu bemerken..“
Auch die anderen starken Männer kämen sehr gerne in die Drei-Burgen-Stadt: „Das Publikum geht hier wahnsinnig toll mit.“ Dazu käme die schöne Landschaft. „Viele übernachten hier und schauen sich noch die Umgebung an“, berichtet Kliesch.
Dass er eine Sportart betreibt, in der auch Doping ein Thema ist, gibt Kliesch unumwunden zu. „Natürlich kann ich für keinen der Athleten die Hand ins Feuer legen“, sagt der Lokalmatador. Eine 100-prozentige Sicherheit, dass alle Wettkampfteilnehmer sauber sind, gäbe es auch in anderen Sportarten nicht.



