Zuschauer durften gleich zwei Sieger anfeuern
Nach vielen Stunden gemeinsamer Fahrt kommen Titelverteidiger Sport 2000 und Vorjahreszweiter Lowriders Kette rechts zusammen über die Ziellinie.
Beeindruckende Kulisse: Das 24-Stunden-Rennen hat sich als Sportereignis im Landkreis etabliert.
KELHEIM. Das 24-Stunden-Radrennen des RSC Kelheim hat seinem Ruf als größtes Sportevent im Landkreis Kelheim mal wieder alle Ehre gemacht. Sogar Klaus Roithmeier, Vorsitzender des Kelheimer Radsportclubs, staunte, was am Wochenende in Kelheim und auf der Strecke alles los war. Gerade am Sonntagnachmittag, als die Entscheidung nahte, platzte der Ludwigsplatz aus allen Nähten.
Jeder wollte sehen, wer denn nun als erster über die Linie kommt. Die beiden führenden Teams, der Titelverteidiger „Team Sport 2000“ und „Lowriders Kette rechts“, 2010 noch zweiter, waren zusammen auf der letzten Runde. Ganz kurz vor 14 Uhr kamen sie herein und überschritten tatsächlich auch zusammen die Ziellinie. Somit hatte das 24-Stunden-Rennen bei seiner 15. Auflage zwei Sieger in der wichtigsten Kategorie, bei den Herrenteams, wo sich über 130 Mannschaften beteiligten.
24 Stunden zuvor war das Rennen am alten Kanalhafen gestartet worden. Und die erste Entscheidung fiel schon ein paar Kilometer weiter. Am Gipfel des Stausackerer Berges gab es eine Bergwertung. Die holte sich der Paintner Benedikt Schäffer vom Team „Lowriders Kette rechts“. 200 Meter vor der Bergwertung konnte er schon das Tempo herausnehmen, da ihm keiner folgte. „Eigentlich wollte ich mich ja schonen auf der ersten Runde. Aber dann hat es mich doch wieder gepackt“, erklärte Schäffer grinsend. Es sei aber gar nicht so schwer gewesen.
Vier Teams setzten sich ab
13 Mannschaften waren nach der ersten Runde noch zusammen. Das änderte sich aber sehr schnell. Vier Mannschaften konnten sich absetzen. Darunter waren die Titelverteidiger „Sport 2000“, die Vorjahreszweiten „Lowriders Kette rechts“ und zwei weitere Teams, nämlich das rundum verstärkte Team von „Expert Reng“ mit Siegi Ferstl und die Debütanten „Löffler Nordic Team“. Letztere hatten aber gleich in doppelter Hinsicht Pech. Zum einen musste ihr Star, der dreifache bayerische Meister Helmut Trettwer wegen einer Verletzung kurzfristig absagen. Zum anderen erlitten sie im Laufe des Rennen einen Reifenschaden und fielen bald weit zurück.






