Kunst soll Interesse für den Limes wecken
Ausstellung zeigt Ideen von 16 Künstlern. Teil des Weltkulturerbes zu sein, sei Verpflichtung, mahnt Projektmanagerin.
Besichtigung der Wanderausstellung im Kurhaus: Auch Stadtrat Martin Kramel, Projektmanagerin Sabine Lund, Bürgermeister Thomas Reimer und Stadtrat Erhard Garbe diskutierten die Ideen wie diesen Vorschlag Hans Dollingers mit dem Titel „Wir treffen uns an der Römersäule“. Foto: Dannenberg
Bad Gögging.
„KUNSTamBANDamLIMES“ lautet ein Projekt, das das UNESCO-Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes sichtbar und begreifbar machen soll. Die Limes-Gemeinden Altmannstein, Denkendorf, Kinding, Kipfenberg, Titting, Walting und Neustadt an der Donau haben sich in dem Projekt verbunden. 16 Künstler haben Ideen entwickelt, um durch ihre Interpretation des kaum noch sichtbaren Bodendenkmals Limes mehr Beachtung zu verschaffen. Die Modelle und Vorschläge können seit Donnerstagabend im Kurhaus besichtigt werden.
Bad Gögging ist Endstation einer Reise der Modelle durch die beteiligten Gemeinden. Was von den Vorschlägen der Künstler, darunter so renommierter Akteure wie Ursula Merker aus Kelheim, Thomas Neumaier aus Ingolstadt und Hans Dollinger aus Wolnzach, realisiert wird, ist derzeit völlig offen.
So betonte Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer anlässlich der Ausstellungseröffnung, dass er die Aktion „KUNSTamBANDamLIMES“ als einen sehr wichtigen Beitrag für Bad Gögging ansehe, weise doch die Aktion auf das römische Erbe des Kurortes, das Alleinstellungsmerkmal Bad Göggings in der bayerischen Bäderlandschaft, hin. Zugleich sagte Reimer aber auch, er hoffe, dass die beteiligten Gemeinden „auch das eine oder andere Projekt in die Tat umsetzen“.
Neugierde soll geweckt werden
Dieftfurts Bürgermeister Franz Stephan, der an diesem Abend den Verein „Altmühl-Jura“ vertrat, in dem Beilngries, Berching, Breitenbrunn, Dietfurt und Greding sowie Altmannstein, Denkendorf, Kinding, Kipfenberg, Titting und Walting zusammengeschlossen sind, sagte, es gehe darum, „den Limes in Wert zu setzen“. Die Ausschreibung der Aktion habe „wunderbare“ Kunstprojekte geschaffen, die helfen könnten, Geschichte zu verstehen. Er hoffe deshalb, „dass die eine oder andere Gemeinde die Projekte auch umsetzt“.

