Sportler zeigten Eleganz auf der Tanzfläche
Weit über 200 Sportler zeigten in der Dreifachturnhalle ihr Können im Rock’n’Roll. Den Gastgebern blieb der erhoffte Erfolg verwehrt.
Sonja Käufel und Thomas Wahl vom VfL Kaufering holten sich den Sieg in der A-Klasse – der höchsten Wertungskategorie.
kelheim. Kurz vor 13 Uhr ist es noch ruhig in der Dreifachturnhalle. Vor der Tanzfläche, auf der es bald hoch hergehen wird, suchen sich die Zuschauer gerade die besten Plätze aus. Wenige Meter davon entfernt im benachbarten Hallendrittel bringen sich die Akteure in Schwung. Es sind immerhin 80 Tanzpaare und zwölf Formationen, die nach Kelheim gekommen sind. Bei den Niederbayerischen Meisterschaften im Rock’n’Roll werden die Sieger gesucht – von der Schüler- bis hinauf zur besten Erwachsenenklasse. Mitmachen dürfen aber Teilnehmer von überall her – nicht nur aus unserem Regierungsbezirk.
Aufregung ist immer dabei
Höchst unterschiedlich ist da augenscheinlich die Stimmungslage kurz vor Beginn. Die Einen sind scheinbar locker, haben beim Aufwärmen ein Lachen im Gesicht. Anderen ist die Nervosität ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder: „Aufgeregt ist man immer.“ Das sagt Hans Schikora vom Gastgeberverein Hallertauer Rock’n’Roll Club Abensberg. Der muss es wissen. Er tanzt mit seiner Partnerin Lydia Hammer immerhin in der A-Klasse – der obersten Kategorie.
Wenige Minuten später: Die ersten Paare sind auf der Tanzfläche. Aufgeregt schaut keiner der Sportler mehr in die Runde – höchstens die Zuschauer, die mitfiebern. Und deshalb vielleicht gar so lautstark anfeuern, um die eigene Nervösität in den Griff zu bekommen. Wie auch immer: Den Tänzern hilft es. Denn alle zeigen, dass sie viel Spaß bei ihren Vorführungen haben.
Die Ausdauer ist beachtlich
Einige wenige Minuten stehen sie jeweils im Mittelpunkt. Da muss alles passen. Technik ist gefragt. Aber auch jede Menge Kondition. Beides ist notwendig. So sagen es die Abensberger Tanja Smerd und Max Ohrt, die in der D-Klasse antreten. Alle Achtung, was da schon die Kinderpaare an Ausdauer zeigen. Ob der MZ-Reporter so viel Puste hätte. Erhebliche Zweifel sind da angebracht. Der Applaus, den ein jedes Paar erhält, ist auf alle Fälle verdient. Auch für die, bei denen es nicht zum Siegerpreis reicht.
Alle haben ihre Ranglisten im Kopf. Denn für ein jedes Paar gilt es, im Laufe des Jahres genügend Punkte bei den verschiedenen Turnieren zusammenzubekommen. Ziel ist, in die nächsthöhere Wettkampfklasse aufzusteigen. So erklärt es Routinier Schikora. Der Lohn ist verführerisch: Ein Abstieg ist nicht mehr möglich. Kein Wunder, dass die Paare sechs, sieben Stunden mindestens trainieren in der Woche, um beim Turnier topfit zu sein.
Zwei Paare aus der Region waren am Start. Allesamt vom Gastgeber aus Abensberg. In der A-Klasse konnten Lydia Hammer und Hans Schikora verletzungsbedingt ihr Finale nicht zu Ende tanzen. Ein Eingreifen in den Kampf um Platz eins war deshalb nicht möglich. In der D-Klasse wurden Tanja Smerd und Max Ohrt unter drei Paaren Dritte. Es war erst ihr dritter gemeinsamer Wettkampf. Nach wie vor gilt es für die beiden, zusammen Erfahrung zu sammeln.

