Jahn-Elf sucht die Ruhe des Kurorts
Vorbereitung auf das Relegationsspiel am Freitag gegen den Karlsruher SC: Die Regensburger suchen Zuflucht in Bad Gögging.
Am Donnerstagnachmittag trafen die Jahn-Kicker in Bad Gögging ein. Foto: Dannenberg
Bad Gögging.
Centurios und Präfekten erholten sich in Bad Gögging, Schauspieler und Sänger entspannten hier zwischen ihren Auftritten. Und immer wieder kamen auch Fußballmannschaften, um sich im Kurort auf wichtige Spiele vorzubereiten. Genau deshalb ist jetzt auch der SSV Jahn Regensburg in Bad Gögging zu Gast.
Vor dem wichtigsten Heimspiel der vergangenen Jahre will die Mannschaft Kraft tanken. Trainer Markus Weinzierl will sein Team auf das Spiel gegen den Karlsruher SC (Freitag, 20.30 Uhr) im Stadion an der Prüfeninger Straße in Regensburg einstellen. Dafür braucht das Team Ruhe, die kann der niederbayerische Kurort bieten.
Am Donnerstag um 14.45 Uhr trafen die Jahn-Kicker mit dem Mannschaftsbus in Bad Gögging ein. Der Bus stoppte nur kurz in der Kaiser-Augustus-Straße. Die Spieler – sie trugen bereits ihre Sportkleidung – stiegen aus, holten ihr Gepäck aus dem Stauraum und verschwanden augenblicklich im Hotel The Monarch.
Dass die Regensburger Fußballer im größten Gögginger Hotel Zuflucht vor dem Spiel gegen Karlsruhe gesucht haben, dürfte kein Zufall sein. Den Jahn und das Monarch verbindet eine langjährige Freundschaft. Schon unter dem früheren Jahn-Coach Karsten Wettberg nächtigten die Kicker in dem Haus. Für einen anderen Jahn-Trainer wurde es später sogar zur Ersatzwohnung. Mario Basler lebte hier mehrere Monate. Im September 2005, kurz vor dem Ende der Ära Basler, kam es sogar zu einem Länderspiel des Jahn. Die Regensburger Elf trat auf dem Sportplatz im Neustädter Ortsteil Schwaig gegen den Kuwait Sporting Club, den damaligen Tabellenführer des Golfstaats, an.
Das Spiel nahm jedoch ein unrühmliches Ende. Es endete vor 150 Zuschauern schon nach 38 Minuten 0:0. Mit einem Mal hatten sich die Kuwaitis geweigert, das Spiel fortzusetzen. Ein Spieler der Mannschaft war zuvor des Feldes verwiesen worden.

