Kelheim - Nachrichten 11.05.2012, 13:25 Uhr

Das AWO-Heim in Painten ist eröffnet

Leiterin Patrizia Hierl nahm einen symbolischen Schlüssel für das Haus mit dem Zeichen des offenen Herzens entgegen.


        Heimleiterin Patrizia Hierl mit dem symbolischen Schlüssel

Heimleiterin Patrizia Hierl mit dem symbolischen Schlüssel

Painten. In dem Haus soll immer die Sonne scheinen für diejenigen, die sonst weniger im Fokus der Aufmerksamkeit stehen – in diesem Wunsch waren sich die Laudatoren einig. Am Freitagvormittag wurde das AWO Wohn- und Pflegezentrum Lotte Lemke eröffnet.

Der Awo-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz hat damit ein Novum geschaffen: Das Wohnheim für seelisch kranke Menschen ist kombiniert mit einem Pflegeheim. Pflegebedürftig gewordenen Wohnheim-Patienten bleibt damit ein Umzug erspart. Aber es steht auch Senioren aus Painten und Umgebung offen.

Bisher: Heimelig, aber unzeitgemäß

Der neue dreiteilige Gebäudekomplex zwischen Deuerlinger Straße und Wasenweg ersetzt das alte Awo-Heim. Das heimelige Gebäude mit der dunklen Holzfassade war den Paintnern seit Jahrzehnten vertraut – aber mit modernen Standards und Vorschriften war es nicht mehr vereinbar. Der Neubau entstand unter hohem Zeitdruck. Denn das anfangs auf 4,6 Millionen Euro geschätzte Projekt wurde aus dem „Konjunkturpaket II“ gefördert – doch dafür mussten der Bau bis Ende 2011 fertig sein. „Es war hektisch bis zuletzt, aber trotzdem reibungslos und unfallfrei“, blickt Einrichtungsleiterin Patricia Hierl erleichtert auf die Bauphase zurück.

Weil abschnittsweise gebaut wurde, mussten die bislang 26 Heimbewohner nicht ausquartiert werden, sondern haben die Bauphase interessiert mitverfolgt, schildert Hierl. Jetzt haben die 40 bis 75 Jahre alten Patienten die völlig neu gestalteten Wohngruppen schon bezogen, die nach den Flüssen Donau, Naab, Laaber und Altmühl benannt sind. „Möglichst hell, mit großzügigen und offenen Aufenthaltsräumen“ sind sie geplant, schildert Architekt Alfons Kust: Sogenannte Rauchschürzen an den Decken machten beispielsweise Brandschutztüren verzichtbar.


 

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