Bademuseum rüstet sich für Besucher
Wie die Römer badeten, wird am Sonntag in Bad Gögging gezeigt. Vorher wurde der antike Wellnesstempel aufgehübscht.
Roland Eichinger, Schreiner vom Bauhof, hat den Museumsschreibtisch für denFaFaceliftingFaceliftingFaceliftingcelifting Transport zum Face-Lifting festgezurrt. Bürgermeister Reimer schaut zu. Foto: Dannenberg
Neustadt/Bad Gögging.
Abusina, Limes, Römerturm und Bademuseum. Neustadt ist mit Erinnerungen an die Antike reich gesegnet. Viele Touristen besuchen die Stadt nur, um sich die Hinterlassenschaften der Römer anzusehen. Das Bademuseum ist dabei jedoch die Einrichtung, die in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den anderen Attraktionen der Stadt ein Schattendasein führte. Jetzt wurde die Einrichtung einem umfassenden Frühjahrsputz unterzogen.
Mehrere Tage lang haben städtische Handwerker in dem Anwesen in der alten Ortsmitte Bad Göggings gewerkelt. Die Wände, die in Würde ergraut waren, wurden geweißelt. Die Grünanlagen vor dem Eingang zum Museum wurden von den Resten des Winters befreit. Neue Kübelpflanzen wurden aufgestellt und zu guter Letzt wurde der Schreibtisch aus dem Museum einem Face-Lifting unterzogen.
Bürgermeister Thomas Reimer ist zufrieden. „Die Maßnahmen waren schon notwendig“, sagt er. Wie „notwendig“ erklärt er mit dem Hinweis auf die neuen Stühle im Foyer des Museums. „Die alten Stühle stammten noch aus der alten Kurverwaltung“, sagt er. Das jetzt ausgemusterte Mobiliar dürfte damit rund 30 Jahre alt gewesen sein. Vermutlich sogar älter. In die Sammlung der Fundstücke, die im Bademuseum ausgestellt ist, hätte es trotzdem nicht gepasst. Dort werden nur echte Antiquitäten ausgestellt.
Bürgermeister Thomas Reimer betont, dass man die Fundstellen der Römerzeit im Stadtgebiet immer als Einheit sehen sollte. Die Römer seien nicht nur als Soldaten an der Donau stationiert gewesen, um die Grenze zu bewachen. Sie hätten auch ihre römische Lebensart mitgebracht. Wesentlicher Bestandteil des Lebens waren Badehäuser und Thermen. Sie dienten nicht nur der Sauberkeit, sondern auch der Unterhaltung. Vor allem in die größeren Einrichtungen gingen die Römer auch, um Mahlzeiten einzunehmen und künstlerische Darbietungen zu erleben.
Wie groß die Therme in Bad Gögging einst gewesen ist, lässt sich heute nur erahnen. Seit den Sechziger Jahren wird immer wieder im Bereich des Bademuseums gegraben. 1969 gab es erste Plangrabungen, zuletzt waren Archäologen unter Leitung von Professor Professor Hans Ulrich Nuber von der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie der Universität Freiburg im Frühjahr 2007 im Kurort im Einsatz. Dabei wurde ein Stück Römermauer gefunden, von dessen Existenz die Archäologen bis dahin nichts wussten. Bei dem Mauerstück handelte es sich um einen Halbrundbau, der an eine seinerzeit bereits bekannte Mauer stößt.
Der diesjährige Museumstag findet am Sonntag, 20. Mai, statt.

