Verena aus Wildenberg will Bohlen überzeugen
Am Freitag tritt die 14-jährige Verena aus dem Landkreis Kelheim bei der RTL-Castingsendung DSDS-Kids an.
Verena (14) aus Wildenberg ist am Freitag auf der DSDS-Bühne zu sehen. (Foto: RTL)
Wildenberg/Köln. Schon wieder hat es ein Nachwuchstalent aus der Region auf die DSDS-Bühne geschafft: Verena (14) aus Wildenberg (Lkr. Kelheim) tritt am Freitag bei DSDS-Kids an. Sie hat es unter die letzten 30 Kandidaten der neuen RTL-Castingshow, bei der Kinder bis 14 Jahre gegeneinander antreten, geschafft. „Ich wollte schon immer bei DSDS mitmachen, ich sehe die Sendung seitdem ich fünf bin, bisher war ich nur immer zu jung“, sagt Verena. Knapp 40.000 Kinder und Jugendliche hatten sich nach RTL-Angaben für die DSDS-Miniversion beworben.
Am Freitag wird Verena zum ersten Mal im Fernsehen zu sehen sein. Um 20.15 Uhr beginnt die Show, in der sie den Song „Because Of You“ von der US-amerikanischen Sängerin Kelly Clarkson singen wird.
Verena, die in München geboren wurde, lebt seit einem Jahr in Wildenberg und besucht die siebte Klasse der Montessorischule in Essing. Hier singt sie auch in der Schülerband. In Essing fiebern die Schüler und Lehrer mit Verena – schließlich würden auch sie von einem Sieg profitieren. Denn RTL verspricht dem Sieger der ersten DSDS-Kids-Staffel nicht nur ein Ausbildungs-Stipendium in Höhe von 30.000 Euro. Auch die Schule bekommt 20.000 Euro für die Klassenkasse. Verena würde ihren Klassenkameraden vom Gewinn gerne eine Fahrt nach Rimini spendieren. Die Konkurrenz konnte Verena noch nicht unter die Lupe nehmen, dafür sei bisher zu wenig Zeit gewesen. Vor den fiesen Sprüchen Dieter Bohlens habe sie keine Angst. Sie habe ihn in der ersten Live-Show erlebt. Da sei er gar nicht so gemein gewesen.
Experten kritisierten bereits mehrfach das Konzept der neuen Show. Zum einen sei es für kleine Zuschauer sehr schwierig sich von den gleichaltrigen Kandidaten auf der Mattscheibe zu distanzieren. Der Medienpädagoge Bernd Schorb, Professor von der Universität Leipzig, warf dem Sender zudem vor, Kinder „als mediale Objekte“ zu vermarkten. „Es ist gerade für Kinder nicht leicht zu verkraften, öffentlich als Verlierer dargestellt zu werden“, sagte Schorb. Eltern sollten mit ihren Kindern über die Folgen einer möglichen Teilnahme an der Show sprechen und die Sendung nur zusammen ansehen, sagte er.
Die Show lief bisher zweimal bei RTL, vier Ausgaben mit Finale am 25. Mai sind geplant.

