Kelheim - Nachrichten 05.06.2012, 18:21 Uhr

Gymnasien: Die Anmeldezahlen sinken

Während in Kelheim und Mainburg weniger Schüler in die fünften Klassen übertreten, freut man sich in Rohr über Zuwachs.


        Im Landkreis Kelheim gibt es im kommenden Herbst insgesamt 40 Schüler weniger, die aufs Gymnasium gehen als im Vorjahr.

Im Landkreis Kelheim gibt es im kommenden Herbst insgesamt 40 Schüler weniger, die aufs Gymnasium gehen als im Vorjahr.

Landkreis. Im September werden im Landkreis Kelheim insgesamt 358 frisch gebackene Gymnasiasten zum ersten Mal über die Schwelle der Fünftklasszimmer treten. Das sind rund 40 Schüler weniger, als im Vorjahr auf das Gymnasium übergetreten sind. Die MZ fragte nach, wie es sich an den einzelnen Schulen im Landkreis verhält.

Peter Wurzer, der Schulleiter und Oberstudienrat am Donau-Gymnasium in Kelheim, gibt an, dass sich an seiner Schule für den Herbst 127 Kinder angemeldet hätten. 71 davon sind Jungen und 56 Mädchen. Durch diese Zahl ergibt sich ein Rückgang bei den Fünftklässlern um 20 Schüler.

Demografischer Wandel greift

Wurzers Ansicht nach liegen diesem Phänomen zwei Ursachen zugrunde. Einmal sei das der demografische Wandel. Die Fünftklässler gehören zu den geburtenschwachen Jahrgänge, die sich in den Schülerzahlen niederschlagen.

Zum anderen eilt dem achtstufigen Gymnasium Wurzer zufolge ein derart schlechter Ruf voraus, dass die Eltern ihre Kinder aus Angst, sie würden ihnen die Kindheit rauben, lieber nicht auf das Gymnasium schicken. Wurzer warnt Eltern vor dieser Entscheidung. „Niemand von denen, die das achtstufige Gymnasium kritisieren, hat es je besucht“, sagt er.

Einige Neuerungen werden die Fünftklässler ab Herbst mitbekommen: Die Umsetzung der Ideen der Schulentwicklungsgruppe „School-Creator“ und die Verfeinerung des Sozialkompetenz-Projekts Soko.

Ähnlich sieht es am Gabelsberger-Gymnasium in Mainburg aus. Rund 150 Schüleranmeldung hat der Studiendirektor Alois Mandl an seiner Schule verzeichnet. 76 davon seien Mädchen, 73 Jungen. Damit muss er den Stundenplan für eine Klasse weniger organisieren als im Vorjahr. Auch Mandl sieht den Grund für den Schülerschwund im demografischen Wandel. Schließlich würde es sich mit Kommunionkindern ähnlich verhalten. Das seien immerhin Kinder aus allen Schularten. Dem achtstufigen Gymnasium weist er keine Schuld zu. Das werde so verträglich wie möglich umgesetzt.


 

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