Kelheim - Nachrichten 26.06.2012, 15:35 Uhr

WC mit barer Münze für Stadt?

Die Kelheimer Kommune schafft eine Fertigteil-Toilette für den Wöhrdplatz an. Die Verwaltung ermittelt die Kosten für die Gebührenautomaten.

Toilettengebühren sind in der Stadt Kelheim im Gespräch für die neue WC-Anlage, die auf dem Wöhrdplatz aufgestellt wird. Foto: Kräher

Toilettengebühren sind in der Stadt Kelheim im Gespräch für die neue WC-Anlage, die auf dem Wöhrdplatz aufgestellt wird. Foto: Kräher

Von Elfi Bachmeier-Fausten, MZ

Kelheim. Auf dem Wöhrdplatz soll nach einiger Zeit wieder eine öffentliche WC-Anlage vorhanden sein. Gegen die Stimmen der Stadträte Heribert Schwindl (Freie Wähler) und Reinhard Listl (FDP) wurde am Montagabend im Stadtrat entschieden, ein gebrauchtes Fertigteil-WC für 77 350 Euro zu kaufen. Mit den erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen belaufen sich die Gesamtkosten auf 95000 Euro. Wie Stadtrat Raimund Fries sagte, sei vergangene Woche die Rede davon gewesen, dass die WC-Anlage gebührenpflichtig sein solle. Er interessierte sich diesbezüglich wegen des Sachstands. Es werde rechtzeitig berichtet über die Kosten für die Gebührenautomaten, antwortete Stadtbaumeister Matthias Längin.

Das Fertigteile-WC mit vier Räumen (auch ein Behinderten-WC und ein Wickeltisch gehören dazu) soll im Bereich der einstigen Toilettenanlage unweit der Radlboxen auf dem Wöhrdplatz aufgestellt werden. Heribert Schwindl: „Die Installation ist sehr wichtig aufgrund der Planungen, die denkbar sind.“ Er sagte aber auch, dass ihm ein Standort näher an der Altstadt lieber wäre, und er den ausgewählten Platz „für als nicht optimal halte“. „Der Standort ist genau der richtige“, betonte dagegen dritter Bürgermeister Alois Beckstein und wies darauf hin, dass „näher an der Stadt das WC am Donautor ist“.

Wie Stadtbaumeister Matthias Längin sagte, soll die Toilettenanlage so schnell wie möglich aufgestellt werden. Es sei daher unverzüglich ein Bauantrag zu stellen. Für das Fertigteil-WC müssen eine Bodenplatte geschaffen, Leitungen verlegt und das Gelände und die Außenanlagen angeglichen werden.

Um alle Kriterien für den Titel „Fairtrade Stadt“ zu erfüllen, hat der Stadtrat den Beschluss vom Februar ergänzt. Demnach wurde festgelegt, dass der Stadtrat bei Rats- und Ausschusssitzungen fair gehandelten Kaffee trinkt und „die Abteilung I des Bürgermeisters fair gehandelten Kaffee und mindestens ein weiteres fair gehandeltes Produkt verwendet“. Wie Abteilungsleiterin Barbara Wieben sagte, habe dem Prüfungsgremium der Passus gefehlt, dass Fairtrade-Produkte ausgeschenkt werden. Voraussichtlich im Oktober sei die Zertifizierung möglich.


 

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