Abensberg feiert den Sommer
Erst halfen bei 33 Grad nur kühle Drinks und Wannen voll Wasser gegen die Hitze. Dann trotzten die Festbesucher den Gewitterschauern.
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Abensberg. Dass die Abensberger Festlichkeiten zum großen Teil mit bestem Wetter gesegnet sind, ist nicht neu. Zum Auftakt des Bürgerfestes am Samstag hat es Petrus aber etwas zu gut gemeint: 33 Grad Celsius waren der höchstgemessene Wert. Das schreckte die Abensberger aber nicht ab, das Bürgerfest mit dem Motto „Vom Mittelalter bis zur Moderne“ zahlreich zu besuchen. „Da kann es so heiß sein, wie es mag, ich komm immer zum Fest“, sagt Michael Schindler, der am Aventinusplatz als Dolmetscher für die Italiener, die ihre Spezialitäten verkauften, fungiert.
„Es ist heiß“, war der Grundton unisono. Sogar den Italienern war es zu heiß. Alessandro aus Lonigo schwitzt hier mehr als in der Heimat, verrät er der MZ. Er ist das erste Mal in Abensberg, und es gefällt ihm hier sehr gut. Die drei Damen vom Infostand der Stadt Abensberg, Sandra Gaillinger, Brigitte Schaller und ehrenamtlich Frau Schneider, fächern sich Luft zu. „Im Vergleich zu den letzten Jahren sind wegen der Hitze nachmittags schon weniger Besucher gekommen, aber das wird schon“, sind sie zuversichtlich.
Mit kühlen Getränken und an schattigen Plätzen ließ es sich aber gut aushalten. Am Stadtplatz spielte „Filarmonica di Lonigo“, die Stadtkapelle der italienischen Partnerstadt, auf der BR-Bühne vor dem Rathaus brachte Toni Lauerer die Zuschauer zum Lachen, und die Münchener Fun-Reggaeband „Bürgermeista & die Gemeinderäte“ verstand es sofort, das Publikum zu begeistern.
Im Schlossgarten und im Burggraben wurde es historisch: Vorbei an der mittelalterlichen Stadtwache am unteren Teil des Schlossgartens wurde Historie gelebt. Im Burggraben und Betriebshof schlugen die mittelalterlichen Gruppen Babonis Abensbergensis und die Löwenlanze ihre Lager auf, Ritter und Burgfräulein kreuzen den Weg.
Der Schlossgarten und der Brunnenhof standen ganz im Zeichen des 19. Jahrhunderts, und Stadtwachen aus der Zeit Napoleons gewährten am oberen Eingang des Schlossgartens den Besuchern Einlass in das bunte Treiben. Um sich gegen die Hitze zu wappnen, sorgten die BRK-Mitglieder, die in Kostümen den Einlass gewährten, für Kühlung von unten. Mit Blechwannen und -eimern sorgten sie für kühle Füße und hatten damit immer einen kühlen Kopf.






