Kelheim - Nachrichten 28.07.2012, 08:13 Uhr

56 neue Waldarbeiter in Bayern

51 Lehrlinge, und sechs Quereinsteiger lernten am Goldberg. Dabei ist das Fällen von Bäumen nur ein geringer Teil der Arbeiten im Forst

Den Besten gratulierte Eva Ritter (2. v. li). Foto: Schmidl

Den Besten gratulierte Eva Ritter (2. v. li). Foto: Schmidl

Von Evi Schmidl, MZ

KELHEIM. Waldbauern-Schulleiter Manfred Schwarzfischer strahlte. Alle seine „Schützlinge“, die 51 Azubis und die sechs Quereinsteiger, haben ihre Prüfung abgelegt. „Wer lange in der Forstwirtschaft Erfahrungen gesammelt hat, braucht nicht zwangsläufig eine Lehre“, erklärte er. Auch drei Damen gehörten heuer zu den künftigen Forstwirten.

Da die Waldarbeiterschule Kelheim die einzige ihrer Art in Bayern ist, kämen die Besucher oft von weit her. Er freute sich, dass Vertreter verschiedener Bildungszentren, Unfallversicherer und Waldprinzessin Eva Ritter am feierlichen Schlussakt dieses Jahrgangs teil nahmen.

Ministerialrat Hermann Hübner gratulierte allen herzlich. Er sprach vom veränderten Bild des „Waldarbeiters“. Es ginge um viel mehr als „nur den Holzeinschlag“. Aufzucht und Naturschutz gehörten ebenfalls zu den künftigen Aufgaben. Ein großer Ausbilder seien die Bayerischen Staatsforsten. Seinen Respekt zollte er den Quereinsteigern, die neben Beruf und Familie die Prüfungsleistungen erbracht haben. Für das künftige Leben riet er den Absolventen: „Bringt alles – Beruf, Familie und soziales Leben in Einklang“, nur dadurch sei ein zufriedenes Dasein erreichbar. Die Holzbranche insgesamt biete viele Arbeitsplätze und die meisten davon seien im ländlichen Raum angesiedelt.

Den besten Notendurchschnitt erarbeiteten Johannes Staudinger, Michael Simmeth und Thomas Freimann. Sie erhielten besondere Preise. „Prinzessin Eva“ Schwarzfischer und Hermann überreichten die Zeugnisse nebst Geschenken, die immer an die Arbeitssicherheit erinnern sollen.


 

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