Toleranz ohne jedes „Schicht-Denken“
Roots Raggae ist der Ursprung des Raggae, entstanden Anfang der 60er Jahre. Roots Raggae begrenzt alle Elemente des Raggae auf das Wesentliche. „Raggae muss man spüren“ sagt dazu David Reif, einer der Veranstalter. Die „Jamaikanische Nacht“ ist eine Veranstaltungsserie mit deutschen Künstlern aus diesem Genre.
Nummer fünf der Jamaika-Nächte
Bei dieser fünften Veranstaltung war am Samstag im New-Berlin-Club das Highlight Sebastian Sturm mit der Jin-Jin Band. Der Veranstalter Sunhill Movement hat es damit geschafft, einen der momentan europaweit besten Raggae-Sänger exklusiv nach Neumarkt zu holen. Eigentlich tourt die Band nicht, sondern arbeitet am zweiten Album. Das soll im Frühjahr herauskommen. Das erste Album „This change is nice“ ist vom September 2005.
Sebastian Sturm ist kein Neuling: Er macht Musik seit er 15 ist. Begonnen hat er mit Punk-Musik, bis er eine CD von Bob Marley in die Hand bekam. Erst mit Raggae hat er angefangen zu singen. Da war er 19 Jahre alt. „Peace, Love and Unity“ ist die Botschaft in seiner Musik. „Zusammen zu feiern, jeder ist dazu eingeladen, egal wie man tanzt.“ Und vor allem „eine tolerante Einstellung ohne Schicht-Denken“ ist ihm wichtig. Sein Motto: „keep on movin‘“.
Der Ansturm war dementsprechend groß. Als Sebastian Sturm mit seiner acht Mann starken Band um halb 11 nachts auf die Bühne trat, tobte sofort das Publikum. Während des Auftritts war der Eingang wegen Überfüllung zeitweise geschlossen. Die Show war spitze: Die Profis von der Jin-Jin-Band trafen jeden Ton und machten exakte Einsätze. Das Ganze war ein musikalisches „Schmankerl“.



