Neumarkt - Nachrichten 24.04.2012, 17:33 Uhr

Das Schreiberhaus wird eine teure Angelegenheit

Die Renovierung wird mindestens zwei Millionen Euro verschlingen. Was mit dem Gebäude passieren soll, ist noch unklar.

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        In der Wirtschaft im Erdgeschoss wurden die Sitzbänke direkt in die Mauer eingebaut – einmal rings um den Raum.

In der Wirtschaft im Erdgeschoss wurden die Sitzbänke direkt in die Mauer eingebaut – einmal rings um den Raum.

neumarkt. Es ist feucht, der Putz blättert ab, die Decken sind notdürftig gesichert: Die Mitglieder des Bauausschusses, die am Dienstagnachmittag vor ihrer Sitzung das Schreiberhaus in Pölling besuchten, waren sich schnell klar: Bis dieses Haus renoviert ist, das wird dauern. Und es wird viel Geld kosten.

Wie viel, darüber gibt es bislang nur grobe Schätzungen – Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee peilte vor Ort zwei bis drei Millionen Euro an, die Hälfte davon könnte über Zuschüsse gedeckt werden.

Seit mehr als 20 Jahren, schätzte man, müsste das Schreiberhaus mittlerweile leer stehen. Es ist eines der ältesten Gebäude Pöllings, steht unter Denkmalschutz und wurde wohl schon immer oder zumindest jahrzehntelang als Wirtschaft genutzt. Das Erdgeschoss und den ersten Stock könnte man herrichten, sagte Müller-Tribbensee, aber das Dach könne man nicht ausbauen – der handbehauene Dachstuhl sei dafür zu wertvoll. Im Gespräch ist, dass in das Haus Selbsthilfegruppen einziehen, es fielen aber auch Begriffe wie Mehrgenerationenhaus oder Seniorenwohnungen.

Sicher ist indes: Der Traum von Oberbürgermeister Thomas Thumann von einer schönen Wirtschaft mit Biergarten wird nicht in Erfüllung gehen – „das ist für einen Privatmann einfach nicht zu stemmen“.


 

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