Neumarkt - Nachrichten 04.06.2012, 11:01 Uhr

Italien: Ärztin setzt sich für Erdbebenopfer ein

Die gebürtige Neumarkterin Dr. Alexandra Reil sammelt Spenden, um direkt vor Ort Obdachlosen zu helfen. Und sie bittet um Hilfe.

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        Wo immer es möglich ist, schlafen die Betroffenen in Zelten.

Wo immer es möglich ist, schlafen die Betroffenen in Zelten.

Neumarkt/Italien. Schon nach dem Erdbeben in Fukushima hatten sich Zahnärzte zusammengetan, um den Betroffenen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Und auch nach den Erdbeben in Norditalien möchten die Mediziner einen Beitrag leisten, wie Dr. Alexandra Reil dem Tagblatt mitteilt.

„In der Poebene trifft es die Ärmsten der Armen. Die Menschen hausen teilweise in Baracken, die bei uns allemal als Schafställe durchgingen. Gerade diese Menschen haben von einer Minute auf die andere ihre gesamte Existenz verloren.“ Eine Freundin der gebürtigen Neumarkterin lebt im Epizentrum, deshalb war Dr. Reil Ende Mai mit ihrem Mann nach San Felice sul Panaro, (Reggio Emilia, Modena) gefahren, um vor Ort zu helfen und Geld zu bringen. Gleich an Ort und Stelle wollten sie klären, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird und dass es wirklich an die Bedürftigsten vergeben wird.

Vor eineinhalb Jahren sei sie bereits im Erdbebengebiet von L’Aquila gewesen. Und auch heute noch sei in etlichen Teilen nicht viel passiert. „Die Schäden sind unbezahlbar, die Stadt ist nicht wieder aufzubauen. Es sieht noch nach eineinhalb Jahren fast genauso aus wie zum Zeitpunkt des Erdbebens.“ Sie befürchtet, dass die Menschen, die vom jetzigen Erdbeben betroffen sind, ähnlich ergehen wird.


 

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