Neumarkt - Nachrichten 22.06.2012, 11:58 Uhr

Spaß unter freiem Himmel

Das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim feiert am Samstag, 23. Juni, seine zwölfte Museums-Nacht. Auf dem ganzen Gelände ist etwas los.

Auch Musik auf historischen Instrumenten ist zu hören.

Auch Musik auf historischen Instrumenten ist zu hören.

. An diesem Samstag öffnet das Fränkische Freilandmuseum zur 12. Museums-Nacht seine Pforten bis Mitternacht. Düfte und Klänge begleiten den Übergang in den Abend, Fackeln erhellen die Wege zwischen Bauernhäusern, Mühlen und Scheunen. Abendliche Arbeiten auf den Feldern prägen die Museumslandschaft.

Empfang auf Stelzen

Gleich am Eingang ist es riesig: Mr. und Mrs. Peachum empfangen die Besucher auf hohen Stelzen. Dazu klingt das „County Ukulele Orchestra“ von der Scheune aus Betzmannsdorf herüber. In der Mailheimer Scheune gibt es für Kinder eine Wilhelm-Tell-Uraufführung mit Spieluhrenmusik und Armbrustliedern. Erwachsene erwartet „Der goldene Karpfen“, präsentiert vom Kabarett-Trio Mc Neills und Winkler. Ein paar Schritte weiter wehen die Düfte von frisch gebackenen Feuerspatzen und Knieküchle aus alten Bauernküchen durch die Lüfte.

Auf der großen Tribüne vor dem Museumsweinberg macht das Freilandtheater mit einer szenischen Lesung Appetit auf die Sommerproduktion „Heldenzeit“. Hier spinnt auch Ingrid Irrlicht als „Netzwerkerin“ ihre Fäden über den Köpfen der Zuschauer – begleitet von Alfons Fischer am Alphorn. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt das Freilandkino mit dem Film „Die Unbedingten“, der im Freilandmuseum gedreht wurde.

In der Mühle aus Unterschlauersbach bemalt Sackmaler Leopold alte Säcke mit neuen Buchstaben – ganz nach Wunsch. Hier zeigt auch Zauberer Mosche Karlo seine besten Tricks – eingebettet in die „Maghrebinischen Geschichten“ von Gregor von Rezzori. Gerd Scherm liest dort aus seinem neuen Buch „Die dunkle Mühle – Die Geschichte der Familie Gollwitzer“.

Vorsicht ist geboten im Schwedenhaus aus Almoshof: Dort öffnet die Nürnberger Giftmörderin Anna Zwanziger die Tür zu ihrem Haus, in dem sie als Dienstmädchen arbeitet. Nebenan zeigt die „Danserey Weißenburg“, begleitet von „Adebars Spielleut“, Tänze der Frührenaissance.


 

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