Neumarkt - Nachrichten 26.06.2012, 16:26 Uhr

CSU: Marktstraße nicht öffnen

Auch das geplante Biomasseheizkraftwerk findet in der Fraktion keine Zustimmung. Die Stadträte zweifeln noch immer an der Wirtschaftlichkeit.

Direkt neben dem Tschibo-Logistikzentrum soll das neue Biomasseheizkraftwerk entstehen. Die CSU hat allerdings erhebliche Zweifel, dass Kraftwerk wirtschaftlich arbeiten kann. Foto: Archiv

Direkt neben dem Tschibo-Logistikzentrum soll das neue Biomasseheizkraftwerk entstehen. Die CSU hat allerdings erhebliche Zweifel, dass Kraftwerk wirtschaftlich arbeiten kann. Foto: Archiv

Neumarkt. Im Vorfeld der Stadtratssitzung heute Abend um 17.15 Uhr hat sich die CSU-Fraktion zu den Themen „Öffnung der Marktstraße“ und „Biomasseheizkraftwerk“ mit einer Stellungnahme an die Tagblatt-Redaktion gewandt. Darin heißt es, dass die Fraktionsmitglieder einhellig der Meinung sind, dass eine Öffnung der Marktstraße das Ende der Fußgängerzone in ihrer bisherigen Form bedeuten würde. Und genau das sei die falsche Entwicklung.

Vielmehr regt die Fraktion an, wesentliche Verbesserungen in der Altstadt planerisch so weit vorzubereiten, dass sofort begonnen werden kann, wenn die Gesamtsituation im Innenstadtverkehr dies zulässt. Kurzfristig notwendige Öffnungen oder Umleitungen durch die Innenstadt wegen Straßenbaumaßnahmen werde die Fraktion zwar mittragen – „sie taugen aber nicht als sogenannter Testfall für eine von manchen Seiten immer wieder herbeigeredete Öffnung“, heißt es in dem Schreiben.

Vorstellen kann sich die CSU zum Beispiel die Schaffung von ausreichend Fahrradbuchten zum „Parken“ und zahlreicher Sitzgelegenheiten. „Kurz: die Vorstellung von einem großzügigen Wohnzimmer der Stadt mit entsprechender Möblierung passt wesentlich besser in unsere Stadt und in unsere Zeit, als der Rückschritt in die Zeit vor der Fußgängerzone.“

Zum geplanten Biomasseheizwerk an einem neuen Standort in unmittelbarer Nähe zum Tschibo-Logistikzentrum heißt es in der Mitteilung der CSU: „Die von Stadtrat Werner Thumann für die CSU-Fraktion gestellten Fragen wurden – sehr kurzfristig und ohne weitere Diskussionsmöglichkeit – in einer viele Seiten umfassenden Zusammenstellung ordentlich abgearbeitet, können aber doch vorhandene Zweifel nicht beseitigen.“

Die Gründe für die Zweifel der CSU-Fraktionsmitglieder resultierten dabei vor allem aus der Tatsache, dass in regelmäßigen Abständen bereits so viele Standorte, technische Varianten, Berechnungen und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt worden seien – und jede von ihnen im Stadtrat als die jeweils beste vorgestellt worden sei. So hätte jede Rechnung von Mal zu Mal zu wesentlich besseren Ergebnissen geführt, obwohl zuvor alles schon als eindeutig hingestellt worden sei. Obwohl die Kernfragen des neuesten Projekts also beantwortet worden seien, hegen die Mitglieder der CSU-Fraktion noch erhebliche Zweifel – und somit könne wohl auch nicht mit einer Zustimmung der CSU gerechnet werden.


 

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