Jamie Green gewinnt
Viele Kollisionen machten das Rennen turbulent. Für Jamie Green war es der vierte Sieg in Nürnberg, für Mercedes der zehnte hintereinander.
Gut gelaunt vor dem Start: Jamie Green (l.) mit Mattias Ekström
Nürnberg. Am Samstag eine wahre Hitzeschlacht – am Sonntag dann heftige Regenfälle. Der Norisring hat seinem Ruf wieder alle Ehre gemacht, wettermäßig immer besonders extrem zu sein.
Nach einem turbulenten Regen-Rennen hat Jamie Green in letzter Sekunde den zehnten Sieg in Folge für Mercedes-Benz heraus. Kurz vor dem Zielstrich fing er Martin Tomczyk noch ab. Der Stadtkurs von Nürnberg ist schließlich Greens Hausstrecke im Rennkalender des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM): von 2008 bis 2010 siegte der Brite dreimal nacheinander, 2011 wurde er hinter Bruno Spengler (damals Mercedes, jetzt BMW) Zweiter.
„Das Glück war heute auf meiner Seite“, sagte ein überglücklicher Green. „Mein Auto hat einfach so gut funktioniert.“ „Das war wie aus dem Drehbuch für einen Film, einfach unglaublich“, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. „Es ist eine Schande, wenn man das Rennen in der letzten Runde verliert. Das ist das Schlimmste, was passieren kann“, klagte Tomczyk.
Mit seinem vierten Triumph verhinderte Green einen Doppelerfolg von Rückkehrer BMW. Denn der Rosenheimer Tomczyk und der Kanadier Bruno Spengler hatten bis kurz vor Schluss noch geführt – dann überholte Green sie mit einem furiosen Schluss-Spurt in der 78. Runde. Auf regennasser Fahrbahn hatte es zuvor zahlreiche Kollisionen gegeben. So war der Gesamtführende Garry Paffett (Großbritannien) im Mercedes nach dem Start – schuldlos – auf Platz 19 zurückgefallen, schloss das Rennen jedoch noch als Vierter ab.
Bester Audi- Pilot war Mike Rockenfeller auf dem sechsten Rang. „Das ist ein Desaster für uns“, sagte Rockenfeller.






