Neumarkt - Nachrichten 06.08.2012, 15:45 Uhr

Höhlenforscher bekommen den Kunstpreis

Fotos aus der Unterwelt gefallen den Sulz-Altmühltaler-Kunstfreunden so gut, dass sie sie zum Kunstwerk erklären und auszeichnen. Auch die Werke der Malschule kommen gut an.

Die jungen Künstler der Sonderausstellung „Querbeet“

Die jungen Künstler der Sonderausstellung „Querbeet“

Von Christine Fux- Muschaweck

BEILNGRIES . Zur Vernissage der Sulz- Altmühltaler Kunstfreunde am vergangenen Wochenende kamen so viele Interessierte, dass eilig noch Stühle herbei geschafft werden mussten um möglichst vielen einen Sitzplatz für die Dauer der offiziellen Begrüßungen und Ansprachen zu bieten. Waren es vor Jahren kaum fünfzig Besucher, eilten diesmal rund 160 Freunde der Kunst zur Eröffnung der Bilderausstellung ins Haus des Gastes im Herzen der Altmühlstadt. Auch Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht, Zweiter Bürgermeister Manfred Thoma, Dritter Bürgermeister Anton Grad, Landrat Anton Knapp und Dritter Bürgermeister der Stadt Dietfurt Andreas Porschert ließen es sich nicht nehmen, der Künstlergilde ihre Aufwartung zu machen. Der diesjährige Schirmherr und Landrat a. D. Xaver Bittl zeigte sich begeistert und zollte dem „Spiritus Rector“ der Künstlergruppe, Werner W. Richter, seinen Respekt für die hervorragende Organisation. Auch die Idee den diesjährigen Kunst- und Kulturpreis 2012 an die Höhlenforscher der „Karstgruppe Mühlbach e.V.“ zu verleihen, war laut Bittl eine hervorragende Sache.

Der Ehrenpreis wird seit zwei Jahren an Personen oder Institutionen, die der Kunst oder der regionalen Kultur im Besonderen verbunden sind, verliehen. Die Karstgruppe hat durch jahrelanges, ehrenamtliches und unermüdliches Forschen das „Naturwunder Mühlbachquellenhöhle“ erkundet und seine Schönheit in eindrucksvoller Weise sowie in künstlerisch wertvollen Darbietungen den Menschen der Region näher gebracht „sie haben sich damit in ganz besonderer Weise um unsere Heimat verdient gemacht“ so Altlandrat Bittl in seiner Rede. Dieter Gebelein, erster Vorstand der Karstgruppe, durfte den Preis in Form einer von dem Künstler Herbert Franke handgeschriebenen Urkunde und einem Zinnbecher mit persönlicher Gravur stellvertretend für die 46 Mitglieder der Höhlenforscher in Empfang nehmen. „Wir freuen uns unheimlich, dass sie bei der Vergabe dieses Ehrenpreises an uns Höhlenforscher gedacht haben“ so Gebelein „ein wenig verlegen macht es mich schon unsere Fotos aus der Unterwelt zwischen all den Kunstwerken zu sehen“ und weiter „der eigentliche Künstler, der über Jahrtausende all die Schönheit dieser bizarren Unterwelt kreierte sind sicher nicht wir, sondern das ist die meisterliche Natur selbst“. Landrat Knapp zitierte in seiner launigen Rede den Dichter und Philosophen Friedrich von Schiller ›Ernst ist das Leben, heiter die Kunst‹ und zollte den Künstlern seinen Respekt „Ich bewundere die reizvolle Vielfalt, die sie hier geschaffen haben und wünsche auch weiterhin viel Freude und Muse, denn Kunst wäscht den Staub des Alltags aus der Seele“ brachte Knapp es mit den Worten Pablo Picassos auf den Punkt. Tollen Anklang fand auch die Sonderausstellung „Querbeet“ der Malschule Beilngries bei den Besuchern. Schwungvoll umrahmt wurde der Abend vom Symphonischen Blasorchester Beilngries. Die Ausstellung hat bis Ende August immer samstags, sonntags und an den Feiertagen von 14 bis 20 Uhr sowie mittwochs von 17 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.


 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo