Regensburg 04.07.2012, 15:33 Uhr

Birnbaum des Bischofs bleibt

Der Veteran im Hof Ordinariats wird doch nicht gefällt. Er sollte Umbauarbeiten zum Opfer fallen und sollte unter Schutz gestellt werden.

Die mächtige uralte Wildbirne im Innenhof des Ordinariats darf trotz der Baumaßnahmen bleiben. Foto: privat

Die mächtige uralte Wildbirne im Innenhof des Ordinariats darf trotz der Baumaßnahmen bleiben. Foto: privat

Von Claudia Böken, MZ

Regensburg. Bischof Gerhard Ludwig Müller hat Regensburg verlassen. Dass die uralte, mächtige Wildbirne im Garten des Ordinariats noch steht, hat damit aber nichts zu tun. Rudolf Gruber, der stellvertretende Chef des Rechts- und Umweltreferats, glaubt, auch wenn der Ruf aus Rom nicht gekommen wäre, wäre der seltene Baum wohl letztlich nicht gefällt worden. Er habe jüngst ein Gespräch mit den Baufachleuten des Ordinariats geführt, die den mindestens 150 Jahre alten Veteran ursprünglich den Umbaumaßnahmen opfern wollten. „Es war ein sehr positives Gespräch; man hat mir versichert, dass eine Möglichkeit gefunden wurde, den Baum zu erhalten.“

Um die Wildbirne, die jeder, der sie kennt, für ein besonderes Prachtexemplar hält, hatte es vor einigen Wochen eine heftige Diskussion gegeben. Der stellvertretende Vorsitzende des Bund Naturschutz, Dr. Peter Streck, hatte bei OB Hans Schaidinger beantragt, den Baum als Naturdenkmal unter Schutz zu stellen. Das soll den Bischof wenig begeistert haben.

Der Antrag, den Baum speziell zu schützen, sei nun zurückgestellt, bis die Bauarbeiten abgeschlossen seien, da ihm derzeit keine akute Gefahr drohe, sagte Gruber auf MZ-Nachfrage. Das Umweltamt habe den Baufachleuten Tipps gegeben, wie der Baum, vor allem seine Wurzeln, vor Beschädigungen zu schützen sei.

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