Regensburg 16.09.2012, 15:53 Uhr

Neuer Donaumarkt hatte Premiere

Stammgäste und viele neue Besucher: Am Samstag fand der Regensburger Donaumarkt erstmals an seinem neuen Standort am Alten Kornmarkt statt.

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Am neuen Standort „Alter Kornmarkt“ gingen die Geschäfte des Donaumarkts am ersten Tag sehr gut. Die Kunden kamen in Scharen. Fotos: Lukesch

Am neuen Standort „Alter Kornmarkt“ gingen die Geschäfte des Donaumarkts am ersten Tag sehr gut. Die Kunden kamen in Scharen. Fotos: Lukesch

Von Angelika Lukesch

Regensburg. Jahrelang wurde diskutiert, gestritten und an Kompromissen gebastelt. Nun hat der von den Regensburgern so geliebte Donaumarkt einen neuen Standort gefunden. Mitten in der Altstadt, nahe beim Dom und auf einem Platz, der früher schon als Marktplatz diente, nämlich dem Alten Kornmarkt, breitete sich der auch weiterhin „Donaumarkt“ genannte Viktualienmarkt am Samstagvormittag erstmals aus.

Und die Leute kamen in Scharen, bepackt mit Körben, große Schultertaschen und Rucksäcke schleppend und diesen bestimmten Gesichtsausdruck tragend: freudige Erwartung, Konzentration auf die Einkaufsliste, das feiertägliche Samstagsgefühl und – Neugier. Wie wird es wohl sein, wenn der Donaumarkt nun nicht mehr am Donaumarkt stattfindet, sondern auf den Alten Kornmarkt verpflanzt wird?

Eingerahmt von alten Gebäuden

Die Reaktionen der Marktbeschicker und der Marktbesucher sind durchweg positiv. Der Bäcker Klaus Irrgang aus Lappersdorf ist vom neuen Standort völlig begeistert:“ Hier sind wir so schön eingerahmt von alten Gebäuden und alles ist ganz übersichtlich. Ich finde den Standort wirklich gut,“ sagte er zur MZ.

Eine Marktfrau, die Eier und Preiselbeeren verkauft, räumte zwar ein, dass man sich an den neuen Standort erst gewöhnen müsse, dass aber eigentlich alles ganz gut anlaufe. Auch ihr hat es die historische Umgebung angetan. Schließlich sei man beim alten Standort eigentlich mitten auf einem großen Parkplatz gestanden.

Die Menschen drängten sich um neun Uhr vormittags zwischen den Ständen des Donaumarkts. Am Käsestand bildeten sich lange Schlangen, die freundlichen Käseverkäuferinnen signalisierten der Reporterin mit hochgereckten Daumen, dass am neuen Standort alles bestens laufe.

Der Marktbeschicker, der seinen Honig verkauft, erzählte gut gelaunt, dass man zwar beim Aufbau ein bisschen hin und her rangeln habe müssen, weil die Standortvergabe nicht ganz klar gewesen sei. „Das sind aber Schwierigkeiten, die sich bald lösen werden“, meinte er voller Gelassenheit. Mit den Parkplätzen sei es jedoch so eine Sache, schränkt er jedoch ein. Sowohl für die Marktbeschicker wie auch für die Marktbesucher sei der Platz am Alten Kornmarkt automäßig, respektive parkplatzmäßig ungünstiger als der Standort unten an der Donau. Wenn man den Kunden erkläre, so der Honigverkäufer, dass das Parkhaus nur wenige Schritte entfernt sei, dann gäbe es Menschen, denen auch der kleine Fußweg zum Dachauplatz offenbar zu weit sei. „Ich denke mir, wenn die einen weg bleiben, dafür kommen dann andere“, zeigte sich eine andere Marktbeschicker optimistisch.

 

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