Regensburg 19.09.2012, 12:30 Uhr

Ostumgehung: Bald fließt Verkehr

Das Teilstück zwischen der Donaustauferstraße und der B16 bei Haslbach wird in fünf Wochen eröffnet. Mehrere Tausend Bürger warten darauf. Die Menschen aus der Konradsiedlung und der Reinhausen hoffen darauf, dass sich die Verkehrslage entspannt.

Auf dem ersten Teilstück gehört die Baustelle bald der Vergangenheit an. Foto: altrofoto.de

Auf dem ersten Teilstück gehört die Baustelle bald der Vergangenheit an. Foto: altrofoto.de

Von Marion Koller, MZ

Regensburg. Pendler aus dem nördlichen Landkreis, Bewohner der Konradsiedlung und Reinhausens können aufatmen: Voraussichtlich am 26. Oktober wird der bayerische Innenminister Joachim Herrmann den vier Kilometer langen Hauptabschnitt der Ostumgehung von der Donaustaufer Straße bis Haslbach für den Verkehr freigeben.

Autofahrer aus dem Landkreis-Norden oder dem Bayerischen Wald können dann die schnelle Verbindung in die Stadt nutzen und müssen sich nicht mehr durch Wohngebiete schlängeln. „Wir erhoffen uns dadurch eine Entlastung für die Menschen in der Konradsiedlung und Reinhausen“, sagt Peter Bächer, designierter Chef des städtischen Tiefbauamts. Vor allem in der Posener Straße und der Sandgasse, in der Isarstraße, Chamer und Grünthaler Straße wird nach Einschätzung des Amts wesentlich weniger Verkehr fließen. Noch keine Lösung sieht Bächer für die arg geplagte Amberger Straße, auf der sich täglich Staus bilden. „Erst wenn die Ostumgehung 2014 vollkommen fertig ist, wird dort der Verkehr um fünf bis zehn Prozent nachlassen.“

Mit 16.000 Fahrzeugen in 24 Stunden rechnet die Stadt auf der Ostumgehung. Fachmann Peter Bächer ist überzeugt, dass die neue Verbindung keinen zusätzlichen Verkehr auslöst, sondern die bestehenden Fahrzeugströme bündelt. Die Frage, ob man bei der Posener Straße von Entlastung sprechen könne, obwohl jetzt die Umgehung dort verläuft, bejaht Bächer. Denn dort seien eine drei Meter hohe Alu-Lärmschutzwand zur Bahnlinie und eine sieben Meter hohe Wall-Wand-Kombination zur Umgehung hin errichtet worden.

Ob der Termin 26. Oktober gehalten werden kann oder auf den 5. November verschoben werden muss, hängt vom Terminplan des Innenministers ab. Er hat noch nicht zugesagt.

Christian Janele, früher Sprecher der BI „Wohngerechtes Verkehrskonzept“, teilt die Meinung der Straßenplaner nicht. Die BI hatte 2009 ein Bürgerbegehren gestartet. Sie wollte die Einhausung der Ostumgehung erreichen, scheiterte jedoch. Natürlich habe die BI den Bürgerwillen akzeptiert. Doch die Anwohner vom Brandlberg hätten sich eine zukunftsfähige Ostumgehung mit Einhausung gewünscht, die Mensch und Natur schonen würde. Janele kritisiert, dass auf der Seite zum Brandlberg kein Lärmschutz errichtet wird. Bei der Konradsiedlung und Wutzlhofen müsse man erst abwarten, ob der Schallschutz ausreiche. Der Immobilienmakler ist überzeugt, dass die Ostumgehung sehr wohl mehr Verkehr anziehen wird.

Als Hauptproblem betrachtet er die häufigen Staus vor dem Pfaffensteiner Tunnel, bei dem eine dritte Röhre fehle. Um dem Stau auszuweichen, würden Autofahrer von der A3 aus Richtung Passau künftig die Ostumgehung nutzen und von dort den Lappersdorfer Kreisel ansteuern.

 

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