3000 trotzten schlechtem Wetter
Der Regensburger Leukämielauf lockte am Sonntag Sportler jeden Alters. Bestzeiten spielten keine Rolle. Das Startgeld hilft Patienten und Angehörigen.
Regensburg. Regen und Kälte zum Trotz: Der Regensburger Leukämielauf hat die Grenze von 3000 Teilnehmern auch in diesem Jahr locker geschafft. Zum 14. Mal drehten am Sonntag Sportler aller Altersstufen unermüdlich ihre Runden auf dem Gelände am Oberen Wöhrd. Drei Strecken standen den Läufern zur Wahl: Der 5-Kilometer-Lauf, die Langstrecke mit zehn Kilometern und die Nordic-Walking-Strecke mit sieben Kilometern. Zusätzlich gab es noch ein Kids Running.
Dabei spielten weder Rekorde noch Bestzeiten eine Rolle, sondern der Solidaritätsgedanke und die Hilfe für kranke Mitmenschen: Der Erlös geht komplett an die „Leukämiehilfe Ostbayern e.V.“
Der Zusammenschluss vieler Selbsthilfegruppen, Ärzte und engagierter Privatpersonen besteht seit über einem Jahrzehnt und hilft das Schicksal der Betroffenen erträglicher zu machen. Mit den Geldern der vergangenen Läufe konnte die Versorgung der Patienten in der Region bereits nachhaltig verbessert werden.
Helfer arbeiten ehrenamtlich
Was im Jahr 1999 aus einer spontanen Idee heraus entstand und mit einer Handvoll Teilnehmer startete, hat sich zum größten Wohltätigkeitslauf Ostbayerns entwickelt. „Es gibt noch einen Lauf, der von der Größenordnung ähnlich ist. Der Unterschied ist, dass bei uns alle ehrenamtlich arbeiten. Dieses Konzept ist in Bayern einmalig“, so Dr. Michael Rechenmacher, der in diesem Jahr zum sechsten Mal die Organisationsleitung inne hatte.
Schirmherr Oberbürgermeister Hans Schaidinger lud alle Teilnehmer und Besucher ein, sich auf ihre Tauglichkeit als Knochenmarkspender untersuchen zu lassen, frei nach dem Motto: „Knochenmarkspenden – Hoffnung auf Leben schenken“. Viele taten dies direkt bei der „Aktion Knochenmarkspende Bayern“, die den ganzen Tag über vor Ort war. „Dass man als Spender geeignet ist, ist so selten wie ein Gewinn im Lotto. Aber eine Typisierung kann Leben retten und ist für Patienten oft die einzige Chance“, so Rechenbacher. Leukämie ist eine Erkrankung, die in allen Altersgruppen auftritt: Kinder und Menschen jeden Lebensalters sind davon betroffen. Die Diagnose bedeutet oftmals für den Betroffenen, sich einem langen Kampf stellen zu müssen, der weit über die Erstbehandlung im Krankenhaus hinausreicht. Der enge Kontakt zwischen Krankenhaus, Patient und Angehörigen muss oftmals über viele Monate aufrecht erhalten werden.






