US-Zeitung schwärmt von Regensburg
Journalisten der angesehenen Tageszeitung New York Times empfehlen Regensburg als Reiseziel. Sie stellen die Stadt in eine Reihe mit London und Paris.
Für die New York Times ist die Armin-Wolf-Arena in Schwabelweis eine der großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Foto: Archiv
Regensburg. Große Ehre für Regensburg: Die angesehene amerikanische Tageszeitung New York Times (verkaufte Auflage über eine Million Exemplare) legt ihren Lesern die Weltkulturerbestadt als Reiseziel wärmstens ans Herz. In einer Reisebeilage mit dem Titel „Hidden Gems“ (frei übersetzt „Verborgene Schätze“), die am Wochenende erschien, stellen die Reiseexperten des 1851 gegründeten Blattes Regensburg in eine Reihe mit Weltstädten wie Rom, London, Paris, Lissabon, Moskau oder Stockholm.
Sitz der „Messerschmitt-Bomber“
Auf viele Touristen aus der „neuen Welt“ übt das „alte Europa“ mit seiner Jahrtausende alten Kultur eine große Faszination aus. Und so schwärmen die US-Journalisten der New York Times in ihrer Beilage vom „perfekt erhaltenen, mittelalterlichen Stadtkern“. Überhaupt habe Regensburg den ZweitenWeltkrieg überwiegend unbeschadet überstanden, was umso erstaunlicher sei, da hier ja eine „Messerschmitt-Bomber“-Fabrik angesiedelt war. Erwähnt werden der Dom, in dem Papst Bendikt XVI. einst als Kardinal Joseph Ratzinger Messen zelebrierte, und natürlich ein „berühmtes Cafe called Wurstküchen“: Hier werden seit 1320 „bratwurst and beer“ angeboten.
Doch das sei längst nicht alles, Regensburg habe noch weitere Schätze zu bieten: Wer jetzt an Alte Kapelle, St. Emmeram oder das fürstliche Schloss denkt, liegt falsch. Die New York Times empfiehlt ihren Lesern nämlich, eine Auszeit von den „antiquities“ – also den altertümlichen Sehenswürdigkeiten – zu nehmen und dafür einen kleinen Abstecher über die Grenze der Altstadt hinaus zu machen – in Richtung Osten. Denn dort haben die US-Journalisten etwas ausgemacht, das die „aufkeimende Faszination Deutschlands mit Amerikas Lieblingsbeschäftigung“ widerspiegelt: „Wurstküchen“ hin und Dom her – hier im Osten der Stadt steht ein wunderbares Baseball-Stadion, das die Amerikaner begeistert.
4500 Sitzplätze umfasse das nach dem Baseball-Förderer Armin Wolf benannte Stadion, das über gepflegte Rasenfelder verfüge. Die Anlage könne locker mit einem US-Stadion der 3. Liga mithalten, schwärmen die US-Boys. Sie zollen den hier spielenden Legionären ein dickes Lob: Derzeit erfülle das Spielniveau zwar noch nicht ganz US-amerikanische Standards, aber es verbessere sich in flottem Tempo. Als Beleg dafür führt die New York Times mehrere Schüler des Baseball-Internats ins Feld, die mittlerweile in den USA diesem Sport nachgehen – allen voran Max Kepler, der für ein Handgeld von 800.000 US-Dollar zu den Minnesota Twins wechselte.

