Regensburg 02.11.2012, 12:29 Uhr

T-Shirts gegen das Ende der „Filmbühne“

Ab sofort werden die Fan-Hemden der „Alten Filmbühne“ verkauft. Derweil wehrt sich die Uni weiter gegen Vorwürfe aus der Studentenvertretung.

erstes Bild Bild zurück
Bild 1 von 2
Bild weiter letzes Bild
Das Motiv der „Filmbühne“-Shirts. Foto: Filmbühne

Das Motiv der „Filmbühne“-Shirts. Foto: Filmbühne

Von Dominik Schleidgen, MZ

Regensburg. Die Betreiber der „Alten Filmbühne“ wehren sich weiter gegen die Schließung ihrer Gaststätte. Unterstützer des Lokals können ab Freitag ein T-Shirt mit dem Motto der Kampagne für den Erhalt der „Filmbühne“ – „Finger weg von meiner Alten“ – erwerben. Der Erlös aus der Verkaufs-Aktion geht an „Ärzte ohne Grenzen“.

Das Lokal, das seit 1997 in den Kellerräumen unter dem „Haus der Begegnung“ (Hinter der Grieb) untergebracht ist, soll zum 16. Februar 2013 schließen. Der Eigentümer des Gebäudes, die Universität Regensburg, will den Pachtvertrag mit der Brauerei Thurn und Taxis nicht verlängern. Das drohende Aus der „Filmbühne“ hat bei den Gästen und Unterstützern des Lokals einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Seit dem ersten Oktober-Wochenende sammeln die Betreiber Unterschriften gegen die Schließung des Lokals. Unterstützt werden sie von anderen Gastronomen. Auf den Listen, die in mehreren Lokalen ausliegen haben mittlerweile mehr als 2600 Menschen unterschrieben. Weitere 2379 (Stand: Mittwochabend) haben sich in einer Online-Petition für den Erhalt des Lokals ausgesprochen.

Die Uni bleibt hart

Für die Universität ändert das aber nichts. „Diese Zahlen sind nicht repräsentativ“, sagt die Leiterin des Referats Kommunikation, Petra Riedl. Dass der Vertrag auslaufe, stehe seit 2008 fest. Die Kellerräume sollen künftig den Gästen im „Haus der Begegnung“ zur Verfügung stehen. Was genau dort geschehen soll, ist noch unklar. Denkbar seien zum Beispiel Gemeinschafts- und Veranstaltungsräume, sagt Riedl.

Zuletzt hatte sich auch die Studierendenvertretung für die „Alte Filmbühne“ eingesetzt. Das Lokal sei eine der ältesten Institutionen des studentischen Lebens in Regensburg, hieß es in einem Antrag im studentischen Konvent zum Erhalt der Kneipe. Eine Schließung bedeute einen unwiederbringlichen Verlust für Regensburgs Charakter als Studentenstadt. Das will die Universität so nicht stehen lassen. „Die Uni ist für Forschung und Lehre zuständig“, sagt Petra Riedl. Dieses Angebot würde durch die Gäste im „Haus der Begegnung“ – hauptsächlich Professoren und Doktoranden aus dem Ausland – verbessert werden. Die „Alte Filmbühne“ sei ein Freizeitangebot.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo