Mit Pfeil und Bogen unterwegs auf Waldparcours
Im Parcours im Gelände ist Gerhard Liegl ein sicherer Schütze.
Für Gerhard Liegl, Leiter der Feldbogensportgruppe, die er bei den Waldeslustschützen ab sofort aufbauen will, ist es viel mehr als ein Hobby – für ihn ist es eine Leidenschaft. Begonnen hat alles mit seiner Begeisterung für Mittelalterfestivals. Bei einem Fest in Bremen kaufte er sich seinen ersten Bogen und war ab sofort vom Virus des Feldbogenschießens infiziert. Bei Max Helmberger, Jugendleiter der Waldeslust-Schützen, rannte er offene Türen ein und bei der Jahresversammlung beschlossen die Schützen die Gründung der Feldbogengruppe. Zunächst versuchte Liegl mit seiner Leidenschaft fürs Bogenschießen bei den Almenrausch-Schützen in Diesenbach unterzukommen. Dort sind die Sportler allerdings auf das Fita-Schießen spezialisiert. Liegl mit seinen Jagdpfeilen musste schnell weichen. Seine Pfeilspitzen hätten die dort verwendeten Scheiben zerstört. Gerhard Liegl ist es wichtig, dass die Feldbogengruppe keine Konkurrenz zu den Diesenbacher Bogenschützen sein will, denn ihm geht es nicht nur um den sportlichen Aspekt des Bogenschießens. Er genießt bei seinen Ausflügen auf die Parcours von Feldbogenabteilungen in Nittenau, Rappenbügl, Teublitz oder Roding das ganze Drumherum. Die Feldbogenschützen sind im Wald unterwegs auf Parcours. Von festgelegten Pflöcken aus schießen sie auf aufgestellte 3-D-Ziele. Das können ein paar Tauben sein, es kann sich aber auch um einen ausgewachsenen Hirsch handeln. Der Parcours passt sich dem Gelände an. Oft müssen die Schützen sicheren Stand suchen um bergauf oder bergab zu schießen. Ganze Nachmittage sind die Schützen dabei im Wald unterwegs. Eine Ausrüstung für den Feldbogensport sei vergleichsweise günstig, sagt Liegl. Für knapp 100 Euro gebe es eine vernünftige Erstausstattung mit Bogen und Pfeilen, für 150 Euro sei man mit einer sehr guten Ausstattung dabei.



