Landkreis Regensburg 11.04.2012, 17:33 Uhr

Der Landkreis rüstet sich für die Zukunft

Das Spektrum der Aufgaben, die in dem Projekt 2020 erarbeitet werden, ist riesig. Sorgen bereitet die Altersstruktur.


        Die Sprecher der Arbeitsgruppen und Landrat Mirbeth stellten die Zwischenbilanz zum Projekt 2020 vor Foto: Lukesch____

Die Sprecher der Arbeitsgruppen und Landrat Mirbeth stellten die Zwischenbilanz zum Projekt 2020 vor Foto: Lukesch____

Landkreis. Noch bis zum Oktober 2012 wollen sich der Kreistag, respektive Landrat Herbert Mirbeth, und die vier Arbeitsgruppen (AG) „Soziales“, „Gesellschaftlicher Konsens“, „Wirtschaft“ sowie „Umwelt“ intensiv mit ihren Themen befassen, um dann, wie dies der Landrat bei einer Pressekonferenz betonte, aus den Ergebnissen eine Art Leitlinie für die Zukunft des Landkreises zu formulieren.

Im Herbst wird der Kreistag zum Abschluss des Projekts drei Tage außerhalb des Landkreises tagen. Während dieser Zeit sollen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen ausführlich diskutiert werden. Landrat Mirbeth bezeichnete die Arbeitsgruppen als „Themenscouts“. „So etwas wie dieses Projekt haben wir noch nie gemacht. Dies ist kein oberflächlicher Aktionismus, sondern vertiefte Arbeit, die hier geschieht in den AG. Ich freue mich, dass alle so ernsthaft bei der Arbeit sind. Der ganze Kreistag ist in diesen Prozess eingebunden“, sagte Mirbeth.

Ihm bereitet vor allem Sorge, dass zwar die Bevölkerungsdichte im Umland-Gürtel um die Stadt beständig bleibt. „An der Rändern des Landkreises dünnen wir jedoch aus. Die Demografie darf sich hier nicht negativ auswirken, dagegen muss etwas unternommen werden“, sagte der Landrat. Der Erhalt der Schulen, vor allem der Grundschulen auf dem Land, sei zwar gesichert, Probleme könnte es mittelfristig jedoch mit den Mittelschulstandorten geben, meinte Mirbeth. Dies liege unter anderem an den extrem hohen Übertrittszahlen. Landrat Mirbeth appellierte an die Eltern, ihre Kinder „begabungsgerecht“ mit den richtigen Schulformen zu fördern. Der Fachkräftemangel in den Ausbildungsberufen werde in Zukunft noch größer werden. Ein großes Anliegen ist Mirbeth auch der Kampf gegen die Leerstände in den Herzen der Dörfer. Er regte an, über ein gemeindeübergreifendes „Leerstandsmanagement“ nachzudenken und „offen mit dem Thema“ umzugehen.


 

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