Männerberufe in zarten Frauenhänden
Der Girls’ Day soll jungen Schülerinnen zeigen, dass bestimmte Berufe keine Domäne des starken Geschlechts sind – auch in Wörth.
Präzisionswerkzeug, wie auf dem Bild, ist für Frauen kein Problem: „Wir arbeiten sogar genauer“, sagt Ramona Seidl (rechts). Fotos: Hollender
Wörth.
Bei der Deutschen Technoplast schnupperten gestern neun Neutraublinger Realschülerinnen im Rahmen des Girls’ Day in Berufen, die vielerorts noch als Männerdomäne gelten. Das Wörther Unternehmen macht bereits zum siebten Mal bei dem jährlich stattfiandenden bundesweiten Girls’ Day mit. „Wir wollen den Schülerinnen bestimmte Berufe schmackhaft machen“, sagte Technoplast-Mitarbeiterin Karola Konnerth.
Und motiviert waren die Siebt- und Achtklässlerinnen aus Wörth, Wiesent und Brennberg sehr. „Wir wollen unbedingt reinschnuppern“, sagten sie. Zum „Schnuppern“ gab es für die Mädchen in der Tat sehr viel und selbst anpacken durften sie auch. Aus Kunststoff und Messing konnten sie Figuren feilen. „Mit ein wenig Übung“, war sich Jenny Wintermeier (14) sicher, „bekommt man das hin.“ Keines der Mädchen scheute sich vor der Aufgabe. „Was Männer können, können wir auch“, sagte Jenny Wintermeier. „Wenn nicht noch besser“, ergänzte Michaela Vilsmeier schmunzelnd (15). Tatsächlich haben Frauen in typisch männlichen Berufen einige Vorteile. „Sie arbeiten genauer und sauberer“, erklärte Ramona Seidl, die die Gruppe betreute. Der einzige Nachteil sei der Kraft-Aspekt. Dieser Punkt gehe wohl an die Männer.

