Mirbeth: „Landkreis ist eine Erfolgsgeschichte“
Auch die Region Regensburg wurde vor 40 Jahren gründlich umgeschichtet. Die Stadt hätte gerne noch mehr Orte eingemeindet.
Landrat Mirbeth eröffnete die Veranstaltungsreihe zum 40-jährigen Bestehen des Landkreises. Foto: Seidl
Beratzhausen. Mit einem Festabend und einer Ausstellungseröffnung hat der Landkreis Regensburg die Feierlichkeiten zu seinem 40-jährigen Bestehen eröffnet. Das Programm dauert bis in den November hinein an. In seiner Ansprache im Beratzhausener Zehentstadel betonte Mirbeth, dass Landkreis und auch Gemeinden von der Reform profitiert hätten. Die Einwohnerzahl sei sprunghaft um 25000 gestiegen, die Zahl der Gemeinden von 107 auf 177 – um binnen sechs Jahren auf 41 zu sinken.
Der Landrat räumte auch ein, dass gerade die Eingemeindungen nicht immer einfach gewesen seien – verständlicherweise. Viele der kleinen Gemeinden seien eine überschaubare Welt mit Rathaus, Kirche und Schule gewesen. Die Einwohner hätten ihre Auflösung als Verlust empfunden.
Für den Landkreis Regensburg habe die Reform den Beginn einer 40-jährigen starken Aufwärtsentwicklung bedeutet. Mirbeth: „Der Landkreis ist eine Erfolgsgeschichte“. Die neuen großen Gemeinden hätten nach 40 Jahren wieder ein „Wir-Gefühl“ entwickelt.
Auf Landkreisebene sei dies leider nicht der Fall, aber notwendig. Denn angesichts einer sich schnell verändernden Welt – Mirbeth nannte als Beispiel die Entwicklung im Telekommunikationsbereich – gebe es für die kommunale Ebene in Bayern nur zwei Wege: Der eine sei eine weitere Reform, die noch größere Landkreis und Gemeinden zur Folge hätte. Der andere erfordere eine intensive interkommunale Zusammenarbeit, um als Verwaltungs- und Dienstleistungsbehörde neuen Entwicklungen und Ansprüchen gerecht zu werden. Das Projekt Landkreis 2020 sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

