Ein neuer Heiliger ist in die Kirche eingezogen
Ein Gönner finanziert die Statue von Pater Pio, der in Italien sehr verehrt wird, für die Hemauer Stadtpfarrkirche.
Stadtpfarrer Thomas Strunz segnete die Statue von Pater Pio.
Hemau.
Beim Hochamt am Sonntag wurde feierlich die Statue des Heiligen Pater Pio enthüllt. Stadtpfarrer Thomas Strunz verkündete bei der Segnung, dass diese Statue von einem Gönner der Kirche, der nicht genannt werden will, gespendet wurde. Die große Holzfigur wurde von Schnitzer Konrad Emmer aus Hohenschambach gefertigt und vom Kirchenmaler Karl Jobst aus Laufenthal bemalt. Den Sockel fertigte Fritz Paulus aus Aichkirchen und die dazugehörige Befestigung kam von Hans Heigl aus Hemau. Wer ist dieser Heilige, der jetzt einen Platz in „unserer Pfarrkirche“ hat, fragte sich mancher Gläubige. „Pater Pio von Pietrelcina war ein katholischer Priester und hat wie der Apostel Paulus das Kreuz des Herrn als Kraft, Weisheit und Ruhm in den Mittelpunkt seines eigenen Lebens und Apostolats gestellt.“ Seit 1918 zeigten sich bei ihm Stigmata und Pio soll auch die Gabe des Heilens und Seelenschau besessen haben. Er habe Jesus Christus glühend geliebt und sich ihm in voller Selbsthingabe für das Heil der Welt gleichförmig gemacht. „Das Faszinierende an ihm war, dass ihm die fünf Wundmale Christi eingeprägt waren, sodass er ganz ein vom Kreuz Christi geprägter Priester war“, erzählte Stadtpfarrer Strunz den Gläubigen. Das kirchliche Italien habe mit ihm einen neuen geistlichen Schwerpunkt im Kloster San Giovanni Totondo gefunden. „Pater Pio liebte den Nächsten bis zur Vollendung, indem er mehr als 50 Jahre lang unzähligen Menschen, die um seinen Dienst baten und seinen Beichtstuhl aufsuchten, durch Rat und Trost beistand“, sagte der Stadtpfarrer. Es war fast eine Belagerung. Die Gläubigen suchten ihn in der Kirche, in der Sakristei und im Kloster auf. „Und er schenkte sich allen, indem er Glauben weckte, Gnaden austeilte und Erleuchtung brachte.“

