Landkreis Regensburg 25.05.2012, 13:57 Uhr

Spardebatte nervt Wörths Bürgermeister

„Den Leuten wird von der CSU Angst gemacht“, sagt Anton Rothfischer und verweist auf den Rückgang der Schulden.


        Rothfischers Budget für Geschenke wird sich heuer auf 3000 Euro belaufen.

Rothfischers Budget für Geschenke wird sich heuer auf 3000 Euro belaufen.

wörth. Die Spardebatte, die die CSU begonnen hat und jetzt von der SPD weitergeführt wird, nervt Bürgermeister Anton Rotfischer gewaltig. Denn, so sagt er, man spare in der Stadt schon seit dem Anfang seiner Amtszeit. „Wir überlegen uns jede Ausgabe zweimal“, fügt das Stadtoberhaupt an, das die entstandene Debatte wohl ein Stück auf den anstehenden Wahlkampf zurückführt.

Um die Haushaltsführung der Stadt zu dokumentieren, führt Rothfischer die Verschuldungszahlen ins Feld. Beispielsweise hatte Wörth Ende 1999, als noch Franz Beutl im Amt war, über 5 Millionen an Schulden, 2001, im letzten Jahr Beutls, habe der Schuldenstand 4,1 Millionen betragen. „2008 sind wir auf 3,8 Millionen zurückgekommen“, sagt der Bürgermeister und fügt an, dass man Ende mit 2011 4,144 Millionen Euro in der Kreide stand. Dazu müsse man aber auch sehen, dass in den letzten Jahren sehr, sehr viel investiert wurde, sagt Rothfischer, wofür von Staatsseite auch erhebliche Zuschüsse geflossen seien. Im Hinblick auf den anstehenden Turnhallenbau versicherte Anton Rothfischer, dass die Schulden auch in den nächsten Jahren nicht höher sein werden als zu Beutls Amtszeit.

„Den Leuten wird von der CSU Angst gemacht“, sagt der Bürgermeister und ergänzt, dass es nur sehr wenig Einsparpotenzial gebe. Ansatzpunkte könnten einzig die freiwillige Beförderung der Kindergartenkinder, die Zuschüsse für die Kinderkrippe oder den Kindergarten sein. In den Bauhoffahrzeugen befänden sich Radiogeräte, für die die Stadt Gebühren zahlen, „sollen wir die ausbauen lassen?“, fragt das Stadtoberhaupt. Man könne sich natürlich fragen, ob es einen Weihnachtsmarkt, ein Bürgerfest oder Kultur in Wörth brauche. „Hier entstehen überall hohe Kosten für die Arbeit des Bauhofes, sagt das Stadtoberhaupt, das die Vereine nur so wie in anderen Gemeinden auch unterstützt sieht. „Der TSV bekommt keinen Cent von uns“, sagt Rothfischer, anders sei es bei der SpVgg Hofdorf-Kiefenholz, für die man Heizöl, Strom, Wasser und Abwasser zahle. „Und Vereine wie die Musikfreunde und die Jungbläser erhalten zwar Zuschüsse, sie geben aber der Stadt auch was dafür“, sagt Anton Rothfischer.


 

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