Von der großen Liebe zu den Steinen
Die Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie feiert beim Nordgautag ihr 50-jähriges Bestehen.
Steinharte Leidenschaft: Mitglieder des VFMG 1964 im Fichtelgebirge. Foto: VFMG
Lappersdorf.
Was ist das eigentlich genau – die VFMG? Hinter der langen Abkürzung verbirgt sich die größte Sammlervereinigung Europas, die Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie. Heuer begeht die Bezirksgruppe des VFMG ihr 50-Jähriges Bestehen. Gefeiert wird gebührend am Nordgautag in Lappersdorf. Aber womit befassen sich die VFMGler genau?
„Natürlich mit Geologie, Mineralogie und Paläontogolie“, erklärt Vorsitzender Johann Burdack. Die VFMG gibt auch eine eigene Fachzeitschrift, den „Aufschluss“, heraus. Hier werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den jeweiligen Fachbereichen und Sammlerberichte veröffentlicht. Urlaube werden von den Vereinsmitgliedern zumeist in Gegenden gemacht, in denen sich gut nach interessanten Gesteinsfundstücken graben lässt. So kommen die VFMGler ziemlich in der Welt herum und nahezu jeder nennt eine höchst interessante Mineraliensammlung sein eigen.
Kerschensteiner prägte VFMG
1962 wurde die Bezirksgruppe Regensburg auf Betreiben des Geologen Dr. Heinz Ziehr bei einem Vereinstreffen des Naturwissenschaftlichen Vereins gegründet. „Gründungsmitglied und der erste Vorsitzende des Vereins war bis zu seinem Tod 1988 Franz Kerschensteiner. Er ist als Kenner der Mineralogie des ostbayerischen Raums und als engagierter Leiter des Vereins auch heute noch vielen Wissenschaftlern und Sammlern auch außerhalb in bester Erinnerung“, berichtet Burdack.
Seit 50 Jahren treffen sich die Sammlerfreunde immer am 2. Montag jeden Monats in ihrem Vereinsheim (zurzeit in der TSV-Sportgaststätte Kareth-Lappersdorf) zu Fachvorträgen, Reiseberichten, Tauschbörsen und Austausch von Neuigkeiten. „Die Bezirksgruppe Regensburg war nie ein Verein im strengen Sinne, sondern eine Vereinigung von Wissenschaftlern und interessierten Laien, die sich als Familie fühlten und es auch die Jahre über blieben“, sagt Burdack.

