Regensburg braucht seine Kreativen
Empfang der Künstler und Kulturschaffenden im Salzstadel Foto: altrofoto.de
Ein Mal im Jahr bittet Oberbürgermeister Hans Schaidinger Regensburgs Künstler und Kulturschaffende zum Empfang – dieses Jahr in den Salzstadel. Maler, Musiker, Theaterleute, Galeristen, Schriftsteller, Filmemacher, Sponsoren, Kulturverwalter: Ein bunt gemischtes Volk kam, um zu reden, zu lachen, Neuigkeiten auszutauschen, Erinnerungen aufzufrischen, um ein wenig zur Musik zu wippen und am großzügig kredenzten Stadtwein zu nippen – und um ausgiebig Dank zu empfangen.
„Ich möchte Ihnen danken für Ihre Energie, Ihre Ausdruckskraft, Ihren Einsatz, mit dem Sie dem Charakter unserer Stadt immer wieder aufs Neue Profil verleihen und ihn lebendig halten“, so Schaidinger. Regensburg brauche seine kreativen Köpfe: „Sie lassen uns teilhaben an Debatten, die Sie durch ihre Kunst auslösen und die zurückwirken in die Stadtgesellschaft. Sie initiieren einen großen Teil der Kommunikation, die eine Stadt ausmacht.“ In Kontakt bleiben – im Konsens wie im Dissens – sei ihm wichtig, betonte der OB.
Schaidinger unterstrich den vielfachen Kollateralnutzen des reichen Kulturangebots: Es befruchte auch Wirtschaft und Wissenschaft und mache ein Gutteil der Anziehungskraft aus, die die Stadt auch auf Investoren und Führungskräfte ausübt, auf Menschen, die die Stadt voran bringen.
Der OB lobte die städtischen Jahresthemen – sie seien nicht die Beschränkung auf „Einfalt, sondern Rahmen für die Vielfalt“ – und nannte einige Kultur-Erfolge aus jüngster Zeit, die sich Regensburg ans Revers stecken darf: Anlässlich des Jahresthemas 2006, Regensburg und Österreich, wird Professor Schambeck, früherer Bundesratspräsident des Nachbarlands, einigen Regensburgern das Ehrenzeichen für Verdienste um die Alpenrepublik verleihen. Und das Jahresthema 21007, Böhmischer Akzent, sei gerade gekrönt worden durch die erste bayerisch-böhmische Kunsthochschul-Kooperation. Mit dem Vertrag zwischen der Akademie Andreasstadel von Stefan Göler und Georg Fiederer und Pilsens Institut für Kunst und Design wurde der Keim für Regensburgs vierte Hochschule gesetzt.
Heinz Grobmeier, Erfinder so unerhörter Instrumente wie Schlorgel und Schlappophon, vertont praktisch alles, was vertont werden kann. Beim Kulturempfang überraschten er und seine „Klangakrobaten“ mit einer temperament- und gefühlvollen Performance, die den Saal mit guter Laune füllte.



