Regensburg 22.01.2009, 13:32 Uhr

Schokolade: Pernsteiner zählt in Deutschland zu den zehn Besten

Jörg Tromenschläger (25) und Lisa Holzbrunner (16) sorgen für Regensburgs süße Berühmtheit. Foto: Wanner

Jörg Tromenschläger (25) und Lisa Holzbrunner (16) sorgen für Regensburgs süße Berühmtheit. Foto: Wanner

Dass die Regensburger Conditorei & Confiserie Johannes Pernsteiner am Minoritenweg zu den zehn besten Schokoladenherstellern Deutschlands gerechnet wird (Miele-Kundenmagazin „Zu Tisch“, Dezember-Ausgabe), darf sich Konditor Jörg Tromenschläger auf seine weiße Haube nehmen.

Tromenschläger macht mit seiner Arbeit in Deutschland viel Wirbel. 2007 erhielt Pernsteiner den Preis „Living at home Award“. Das war damals wie ein Paukenschlag in der Szene. Seine Schokolade-Produkte sind inzwischen bei Manufactum, Schrader, Dallmayr, Schuhbeck und Viani gelistet.

Die gesamte Produktion von Schokolade und Pralinen liegt in der Hand des Deutschen, der vor 15 Jahren mit Eltern, Zwillingsbruder und Schwester aus Kasachstan nach Regensburg heimgekommen ist. Unterstützt wird er dabei seit einem Jahr von der vielversprechenden Auszubildenden Lisa Holzbrunner (16) aus Wenzenbach.

Johannes Pernsteiner hatte ein Händchen und eine Nase bewiesen, als er Tromenschläger vor fast elf Jahren als Konditor-Lehrling ausbildete und übernahm. Am ungewöhnlichen Namen des Confiserie-Spezialisten sei das deutsche Meldeamtswesen schuld, das den Namen seiner Mutter, Trommelschläger, amputierte, sagt Jörg Tromenschläger ohne Zorn.

Die gesamte Familie ist ein Beispiel perfekter Integration. Geboren wurde Jörg mit dem Familiennamen Morosov. In Deutschland hat die Familie versucht, den Namen der Mutter anzunehmen, was (siehe oben) beinahe gelungen wäre. In seiner Freizeit unterstützt Jörg Tromenschläger, der noch brav zu Hause bei der Mutter wohnt, den Regensburger Handballsport als wurfgewaltiger Allround-Spieler beim Bezirksoberligisten DJK.

Johannes Pernsteiner hat die Ideen und Rezepte für Rosentrüffel, süße Oliven… und dergleichen Leckereien. Und wenn er sie nach unten in die weiß-gekachelten Katakomben des Kaffeehauses bringt, testet sie der Praktiker auf geschmackliche Tauglichkeit. Pernsteiner spricht von einer „idealen Kooperation“. Die letzten fünf Jahre brachten ein jährliches Plus von vier Prozent. Die Schokoladeproduktion hält einen Anteil von 20 Prozent am Umsatz.

 

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