RBO-Busfahrerin Pommerel ist jetzt „Tierfreundlichste Angestellte“
So sieht der Preis der größten Tierschutzorganisation der Welt aus.
Peta, die weltweit größte Tierrechtsorganisation, ehrt die RBO-Busfahrerin Christine Pommerel mit dem „Progress Award“, Kategorie „Tierfreundlichste Angestellte“. Sie steht in einer Reihe mit Fielmann und Swiss-Hotel. Doch ihre Firma freut sich nicht. Die RBO hat die Französin beurlaubt, die laut Tierrechtsorganisation PETA ein Vorbild für viele Menschen ist. Mit ihrer mutigen Rettung einer Kröte habe die gebürtige Französin auf das Thema „Bremsen für Tiere“ und „Mitgefühl für Tiere“ aufmerksam gemacht.
Wie berichtet war die Französin zur Zeit der Krötenwanderung auf der Linie 5 während eines Zwischenstopps in Donaustauf aus dem Bus ausgestiegen und hatte einer Kröte über die Straße geholfen. Wegen der Verzögerung hatte sich ein Fahrgast beschwert. Kurz danach wurde Pommerel beurlaubt. „Das war wegen der Kröte“, sagt Pommerel. Für die RBO dagegen war es nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. „Die Frau hatte mehrere Male gegen die Spielregeln verstoßen. Deswegen wurde sie beurlaubt.“
Der Fall, den die Mittelbayerische Zeitung aufgriff, hatte weltweites Medieninteresse ausgelöst. Als Dank erhielt Pommerel nun den PETA „Progress Award“ 2009 in der Kategorie „Tierfreundlichste Angestellte“. Sie trage als Vorbild zu einem ethischeren Lebensstil in unserer Gesellschaft bei, heißt es in der Begründung der Jury, die der Mittelbayerischen vorliegt.
„Unsere ‚Progress Awards‘ sollen Konsumenten helfen, neue Verhaltensweisen, tierfreundliche Produkte, vegane Mode oder tierversuchsfreie Testmethoden zu entdecken.Wir wollen in der Gesellschaft mehr Mitgefühl und Respekt vor Tieren schaffen“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland. Sie ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über zwei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation.



