Ostumgehung: 80 Prozent sind gegen eine Einhausung
Unser Bild zeigt eine Fotomontage der Osttangente: Die zweispurige Ostumgehung wird nun nach den bestehenden Planungen neben der Bahnlinie Regensburg – Hof gebaut. Fotomontage: Stadt
Der Bürgerentscheid für eine Ostumgehung mit Einhausung ist klar gescheitert. Mit einer Mehrheit von 79,83 Prozent sprachen sich die Regensburger am Sonntag gegen die von der Bürgerinitiative „Wohngerechtes Verkehrskonzept“ geforderte Vollabdeckung der künftigen Straße aus.
Rund 104000 Bürger waren am Sonntag zum Bürgerentscheid aufgerufen. 25466 Regensburger gaben an diesem Tag ihre Stimme ab, die Wahlbeteiligung lag bei 24,6 Prozent. 5129 stimmten mit „Ja“, 20302 allerdings votierten mit „Nein“. In Prozenten ausgedrückt heißt das: Nur 20,17 Prozent der Bürger stimmten für die geforderte Einhausung der Ostumgehung, die überwältigende Mehrheit von 79,83 Prozent sprach sich dagegen aus.
„Sind Sie dafür, dass die neu geplante Ostumgehung von der B16 bis Walhalla-Allee nur gebaut wird, wenn sie im Bereich der Wohnbebauung mit einer Einhausung (Vollabdeckung) versehen wird?“, lautet die Frage. Bis Freitag, 15 Uhr, hatten 6140 Abstimmungsberechtigte Briefwahlunterlagen angefordert, das sind 5,9 Prozent.
Für den Neubau der Ostumgehung von der B16 bei Haslbach bis zur Walhalla-Allee gibt es seit 21. April 2009 einen bestandskräftigen Planfeststellungsbescheid der Regierung. Am 27. April 2009 beschloss der Stadtrat, mit den Bauarbeiten zu beginnen. Am 14. Oktober 2009 hat die Bürgerinitiative Wohngerechtes Verkehrskonzept die erforderliche Anzahl von Unterschriften für ein Bürgerbegehren eingereicht. Der Bau der Ostumgehung musste daher gestoppt werden.
Mit dem Ergebnis des Bürgerbegehrens wird der Baustopp aufgehoben. Die Arbeiten dürften somit sobald als möglich fortgeführt werden.



