Ironman: Stadtrat segnet den Vertrag ab
Der Ironman soll in Regensburg jährlich bis zu 100000 Besucher anlocken.
Der Stadtrat hat dem vom Sportamt ausgearbeiteten Vertrag mit den Ironman-Veranstaltern zugestimmt. Nur die drei ödp-Stadträte stimmten dagegen.
Sportbürgermeister Gerhard Weber bestätigte der MZ am Freitag, dass der Stadtrat am Donnerstagabend in seiner nicht öffentlichen Sitzung grünes Licht gegeben hat: „Ja, das stimmt. Kommenden Dienstag wird der Vertrag unterzeichnet.“
Der Vertrag geht über fünf Jahre. Laut Weber habe die Stadt bei den Verhandlungen „ein sehr gutes Ergebnis“ erzielt: „Uns ist es unter anderem gelungen, die Garantiesumme auf 50000 Euro zu beschränken.“ Bei der Garantiesumme waren ursprünglich 250000 Euro im Raum gestanden. Sie wird fällig, wenn weniger als 1500 Teilnehmer beim Ironman antreten. Dann könnten die Veranstalter nach eigenen Angabe nicht mehr wirtschaftlich arbeiten und fordern deswegen eine Garantieleistung der Stadt. Laut Weber sei nun zum einen die Garantiesumme „erheblich gesenkt“ worden und zudem wurde eine Klausel eingebaut, dass „gute mit schlechten Jahren verrechnet werden“. Da bereits dieses Jahr 2200 Triathleten teilnehmen – die Anmeldung wurde bei dieser Zahl gestoppt – kann sich Weber „derzeit nicht vorstellen, dass die Garantiesumme überhaupt jemals fällig werden sollte“. Die Stadt verpflichtet sich unter anderem zu Sachleistungen, wie der Straßenreinigung, dem Aufstellen von Absperrungen oder dem Bereitstellen von Räumen. Im Gegenzug erhält sie umfangreiche Werberechte mit der Marke „Ironman“. Die Veranstalter verpflichten sich, kein weiteres Event außer Frankfurt und Regensburg in Deutschland durchzuführen.
Im Vorfeld hatten der Veloclub und der LLC Regensburg die Stadt kritisiert, den Ironman großzügig zu unterstützen, während ansässige Vereine „um jeden Cent kämpfen müssten“. Marion Fuchs, die Geschäftsführerin vom Regensburg Marathon, hatte diese Kritik erst diese Woche wiederholt. Laut Weber seien die Wogen aber geglättet: „Die Stadt hat zu beiden Vereinen ein gutes Verhältnis.“



