Regensburg 01.06.2010, 16:48 Uhr

Rennwagen mit Gefühlen

In den neuen RP10 haben die rund 70 Studenten des Dynamics e.V. viel Zeit, Geld und Erfindergeist investiert.

OB Hans Schaidinger (rechts) und Hochschulpräsident Professor Dr. Josef Eckstein waren von dem neuen Rennwagen des Dynamics e.V. sichtlich angetan. In der Mitte Dynamics-Gesamtteamleiter Peter Peschka Foto: Seidl

OB Hans Schaidinger (rechts) und Hochschulpräsident Professor Dr. Josef Eckstein waren von dem neuen Rennwagen des Dynamics e.V. sichtlich angetan. In der Mitte Dynamics-Gesamtteamleiter Peter Peschka Foto: Seidl

Von Christof Seidl, MZ

REGENSBURG. Schlaflosigkeit war für diese Studenten der Hochschule Regensburg seit Wochen der Regelfall. Erst in letzter Minute vor dem Roll-Out wurde der neue Rennwagen RP10 des hochschulinternen Vereins Dynamicse.V. fertig. „Ich habe ihn selbst noch nicht ganz fertig zusammengesetzt gesehen“, schmunzelte Gesamtteamleiter Peter Peschka bei der Vorstellung des neuen Rennflitzers am Montag im Velodrom.

Seit einem dreiviertel Jahr arbeiten die rund 70 Studenten in dem Verein an ihrem dritten Rennwagen den RP10. Und sie haben in Konstruktion und Fertigung enorm viel Zeit, Geld und Erfindergeist investiert. Peschka nannte bei der Vorstellung die wichtigsten technischen Neuerungen. So verzichten die Studenten an der Hinterachse auf Radnaben und schrauben die Räder direkt an die Antriebswelle. Der Krümmer besteht aus leichtem Titan und der Gitterrohrrahmen des Rennwagens wurde dank CAD-Konstruktion deutlich leichter und steifer als sein Vorgänger.

Die Summe der Verbesserungen wirkt sich vor allem auf das Gewicht aus. Der RP10 wiegt nur rund 200 Kilogramm, 40 weniger als sein Vorgänger. Angetrieben von einem 600er Honda-Motor, der speziell auf Durchzug ausgelegt ist, wird der federleichte Rennflitzer zum Geschoss. Etwa vier Sekunden soll er von null auf 100 km/h brauchen. Der absolute Clou ist ein Lamellen-Sperrdifferenzial, das nicht nur extrem leicht geraten ist, sondern auch noch Drehmoment „fühlen“ kann.

Dynamics-Vorsitzender Simon Würzinger betonte, dass der RP10 das Ergebnis echter Teamarbeit sei. „Jeder von uns hinterlässt seine Spuren in diesem Projekt.“ Er und Peschka erklärten zudem, dass die Arbeit an ihrem jüngsten Rennwagen noch längst nicht beendet sei. „Jetzt ist testen, testen, testen angesagt.“


 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo