Regensburg 18.01.2012, 20:15 Uhr

Regensburger lieben Bücher von Martin Suter

„Der Koch“ war 2011 das in der Stadtbücherei am öftesten entliehene Buch. Beliebt waren auch Werke von Simenon.


        Karin Martin von der Stadtbücherei beim Einsortieren eines Buches. Foto: Scharf

Karin Martin von der Stadtbücherei beim Einsortieren eines Buches. Foto: Scharf

Von Jürgen Scharf, MZ

Regensburg. Auf 1600 Quadratmetern residiert im Thon-Dittmer-Palais das Wissen der Welt. Ein Großteil der fast 270.000 Medien, welche die Stadtbücherei Regensburg besitzt, sind in der Zentralstelle am Haidplatz gelagert und harren dort auf Menschen, die sie entleihen wollen. Und es kommen einige: Fast eine halbe Million Besucher hatte die Bücherei im Jahr 2011. Fast 1,8 Millionen Entleihvorgänge wurden im Bücherei-Computer registriert. Zahlen, auf die Büchereileiterin Elisabeth Mair-Gummermann stolz ist: „Vor allem, weil es eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren gibt. Das bestätigt uns in unserem Angebot.“

Es gibt Musik-CDs, Computerspiele, Videos oder Brettspiele, das Kerngeschäft ist aber das gute alte Buch. Mehr als zwei Drittel aller Medien sind Bücher. Belletristik ist dabei die beliebteste Sparte. In der „Best-Leiher-Liste“ stand Martin Suters Roman „Der Koch“ 2011 ganz oben. Die zehn Exemplare waren fast rund um die Uhr im Umlauf, wie Büchereimitarbeiterin Karin Martin erzählt. Ebenfalls sehr beliebt seien die neu aufgelegten Werke von Georges Simenon und die derzeit angesagten bayerischen Krimis gewesen. In der Kinder- und Jugendbuchabteilung setzte sich laut Sarah Weber der Trend der vergangenen Jahre nahtlos fort: „Fantasy steht weiter ganz oben.“

Dafür, dass alle Bücher dort stehen, wo sie hingehören und korrekt entliehen und zurückgenommen werden, sorgen insgesamt 34 Mitarbeiter der Stadtbibliothek. Der Büchereibestand wird ständig aktualisiert. Rund 240.000 Euro gab die Stadtbücherei 2011 für den Einkauf neuer Medien aus. Dabei wird sich unter anderem an Bestseller-Listen orientiert. „Wir wollen schließlich ein Angebot haben, das die Menschen wirklich interessiert“, sagt Mair-Gummermann. Der Gesamtetat beträgt rund 2,3 Millionen Euro. Die derzeit 18.322 Nutzer zahlen 17 oder ermäßigt zehn Euro im Jahr, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gar nichts. Um den Betrieb zu finanzieren, schießt die Stadt jährlich etwa 2,1 Millionen Euro zu.


 

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